Dienstag, 2. Februar 2016

Medikamentenwirkung ändert sich im Alter

Therapie mit Hilfe der Priscus-Liste optimieren

Hannover (apothekerkammer-niedersachsen) – Menschen in den Industrieländern leben immer länger. Mit dem Älterwerden muss man sich allerdings auf körperliche Veränderungen einstellen. Der Körper und sein Stoffwechsel verändern sich mit den Jahren. Medikamente, die sonst gut anschlugen, werden nicht mehr vertragen oder sie scheinen ihre Wirkung einzubüßen, weiß die Apothekerkammer Niedersachsen. Deshalb ist es für Patienten wichtig, die Medikation im Beratungsgespräch mit der Stammapotheke und dem behandelnden Arzt mit dem Alter anzupassen.
Gute Erfahrung mit der „Priscus Liste“
Um die Therapie im Alter zu verbessern, gibt es mehrere Listen, in denen die Wirksamkeit und Unbedenklichkeit diverser Arzneistoffe für ältere Menschen beurteilt wird. In Deutschland hat sich die sogenannte „Priscus-Liste“ durchgesetzt. Die Liste enthält 18 Arzneistoffklassen mit 83 Arzneistoffen, beispielsweise Antibiotika, Schmerzmittel, Antidepressiva oder Beruhigungsmittel. In jeder dieser Klassen gibt es potenziell ungeeignete Medikamente, die für ältere Patienten bedenklich sind. Gleichzeitig werden Alternativen für die Behandlung aufgelistet. Bei Schmerzmitteln muss genau ausgesucht werden, welches Mittel sich für ältere Menschen eignet. Wegen des hohen Blutungsrisikos im Magen-Darm-Trakt sollte zum Beispiel Indometacin gegen Schmerzen und Entzündungen je nach Schmerzart durch Paracetamol, Ibuprofen oder schwach wirksame Opioide ersetzt werden. Ärzte, Apotheker und Patienten müssen eng zusammenarbeiten und die Therapie regelmäßig überwachen. Ratsam ist eine gründliche Nutzen-Risiko-Abschätzung. Falls möglich werden alternative Medikamente gesucht. Medikamente dürfen aber keinesfalls ohne Rücksprache mit dem Arzt oder Apotheker einfach abgesetzt werden. Ältere Menschen sollten alle ihre Medikamente aus einer Stammapotheke beziehen. Dort behält man die Übersicht über die gesamte medikamentöse Therapie, einschließlich der Selbstmedikation. Wechselwirkungen, Unverträglichkeiten und auch Doppelverordnungen werden durch diese engmaschige Kontrolle auf ein Minimum reduziert oder ganz vermieden. Wechselt der Patient die Apotheke häufig, werden solche Veränderungen seltener bemerkt als in einer Stammapotheke.
Beratungsbedarf steigt mit jedem Medikament
Etwa 20 Prozent der 70-jährigen Deutschen nehmen fünf oder mehr Medikamente zu sich, Tendenz steigend. Je mehr verschrieben wird, desto größer ist die Gefahr von Wechselwirkungen. Bei der Einnahme von fünf Medikamenten beträgt die Wahrscheinlichkeit von Wechselwirkungen 38 Prozent, bei sieben oder mehr Arzneimitteln liegt sie bereits bei 82 Prozent. Auch rund zehn Prozent der Krankenhauseinweisungen von älteren Patienten sind auf arzneimittelbedingte Nebenwirkungen zurückzuführen. Zusätzlich besteht die Gefahr, dass Nebenwirkungen als neu entstandene Alterserscheinungen fehlinterpretiert und als Symptome therapiert werden. Um solchen unerwünschten Ereignissen vorzubeugen, sollten Apotheker und Ärzte von Beginn an die medikamentöse Therapie ihrer Patienten begleiten. Generell gilt das Prinzip „start low and go slow“ in der Medikation von Patienten fortgeschrittenen Alters. Das bedeutet in der Praxis, dass Patienten unter Anleitung von Arzt und Apotheker zuerst mit einer niedrigen Dosierung beginnen und diese kontinuierlich steigern, um sich so an den gewünschten therapeutischen Effekt heranzutasten. Anstatt sofort mit einer Dosierung zu beginnen, die eventuell zu hoch für den älteren Organismus angesetzt ist, bietet diese Herangehensweise einen sanften Einstieg in die Therapie für die Betroffenen.
Der Apothekerkammer Niedersachsen gehören rund 7.000 Mitglieder an. Der Apotheker ist ein fachlich unabhängiger Heilberufler. Der Gesetzgeber hat den selbstständigen Apothekern die sichere und flächendeckende Versorgung der Bevölkerung mit Arzneimitteln übertragen. Der Beruf erfordert ein vierjähriges Pharmaziestudium an einer Universität und ein praktisches Jahr. Dabei erwirbt der Studierende Kenntnisse in pharmazeutischer Chemie und Biologie, Technologie, Pharmakologie, Toxikologie und Klinische Pharmazie. Nach dem Staatsexamen erhält er eine Approbation. Nur mit dieser staatlichen Zulassung kann er eine öffentliche Apotheke führen. Als Spezialist für Gesundheit und Prävention berät der Apotheker seriös und unabhängig. Er begleitet den Patienten fachlich, unterstützt ihn menschlich und hilft ihm so, seine Therapie im Alltag umzusetzen.

Mittwoch, 13. Januar 2016

Was die Farben der Rezepte bedeuten

Frankfurt am Main (landesapothekerkammer-hessen) – Bunt ist die Welt der Rezepte, aber auch unübersichtlich. Die Landesapothekerkammer Hessen hat die wichtigsten Merkmale der unterschiedlichen Rezepttypen zusammengefasst, damit sich Patienten im Farbendschungel orientieren können:

Rosa: Alle gesetzlich Versicherten erhalten für die Verordnung von verschreibungspflichtigen Arzneimitteln ein rosa Rezept, das sie in der Apotheke einlösen. Der Patient zahlt in der Regel  nur einen Anteil an den Arzneimittelkosten, die sogenannte „Zuzahlung“. Die Apotheke rechnet die entstehenden Kosten mit der Krankenkasse ab.
Blau: Privatpatienten erhalten beim Arzt ein blaues Rezept, die Medikation zahlen sie zunächst selbst. Das in der Apotheke abgestempelte Originalrezept reichen Privatpatienten dann zur Abrechnung an ihre Versicherung weiter.
Grün: Dieses Rezept stellt der Arzt aus, wenn er dem Patienten ein Medikament empfiehlt, das nicht verschreibungspflichtig ist.
Bestimmte verschreibungspflichtige Arzneimittel, die nicht von der Krankenkasse bezahlt werden wie beispielsweise die Antibaby-Pille, können auf dem blauen oder grünen Rezept verordnet werden.
Gelb: Fallen Arzneimittel unter das Betäubungsmittelgesetz werden diese in dreifacher Ausführung auf einem gelben Rezept vermerkt. Ein Durchschlag verbleibt in der Arztpraxis, das Original sowie der zweite Durchschlag gibt der Patient an den Apotheker weiter. Abgerechnet wird es, je nach Versichertenstatus, ebenso wie das rosa bzw. blaue Rezept.
Weiß: Dieses Rezept wird auch T-Rezept genannt. Es handelt sich um ein Sonderrezept, das ausschließlich zur Verschreibung von Arzneimitteln mit den Wirkstoffen Lenalidomid, Pomalidomid und Thalidomid verwendet werden darf. Das personengebundene Rezept besteht aus Original und Durchschlag. Auch hier erfolgt die Abrechnung wie bei den rosa bzw. blauen Rezepten.
Angaben gebündelt auf einem Blatt
Auf den Rezepten befinden sich in der Regel persönliche Angaben des Patienten. Zusätzlich sind Krankenkassennummer, die Versichertennummer und Arztnummer vermerkt. Rezepte sind  erst dann gültig, wenn auch das Datum der Ausstellung, die Unterschrift des Arztes sowie der Arztstempel vorhanden sind. Auf allen Rezepten befinden sich sogenannte Rezeptstatusfelder. Ein Kreuz auf einem dieser Felder wirkt sich auf die Abrechnung mit der Krankenkasse und auf den Zuzahlungsanteil aus. Außerdem müssen Krankenkasse oder Kostenträger erwähnt sein.
Rezepte rechtzeitig einlösen
Rezepte sind unterschiedlich lange gültig. Während das rosa Kassenrezept spätestens nach einem Monat eingelöst werden muss, ist das blaue Privatrezept drei Monate gültig. Wer ein gelbes Rezept erhält, muss es in den nächsten sieben Tagen in der Apotheke abgeben, ein weißes Rezept verfällt nach nur sechs Tagen. Patienten mit einem grünen Rezept können sich Zeit lassen, es ist uneingeschränkt gültig.
Der Landesapothekerkammer Hessen gehören rund 5.950 Apothekerinnen und Apotheker an. Der Heilberuf des Apothekers unterliegt einem gesetzlichen Auftrag. Zu den Aufgaben der Landesapothekerkammer gehören die Förderung der Fort- und Weiterbildung und die Überwachung der Einhaltung der Berufspflichten durch ihre Mitglieder. Die Landesapothekerkammer stellt ebenso eine flächendeckende Versorgung der Bevölkerung in ganz Hessen mit Medikamenten sicher.

Donnerstag, 3. Dezember 2015

Herpes keine Chance lassen

Der Virus lauert am Glühweinstand

Hannover (apothekerkammer-niedersachsen) – Sie kommen immer zum falschen Zeitpunkt: Herpesbläschen sind für viele Patienten alte, unästhetische Bekannte. Gerade in der Winterzeit, in der sich Menschen auf den Weihnachtsmärkten tummeln, ist Herpes ein Thema. Ein nicht richtig gespültes Glühweinglas kann ausreichen, um sich anzustecken. Wer dem Risiko aus dem Weg gehen will, bringt am besten sein eigenes Glas mit. Allen Ansteckungsherden dauerhaft aus dem Weg zu gehen, ist jedoch fast unmöglich. Um die Bläschen schnell wieder loszuwerden, sollten Betroffene sofort mit einer Behandlung beginnen, rät die Apothekerkammer Niedersachsen. Der Apotheker weiß, welche Medikamente für welches Krankheitsstadium die richtigen sind.
Unverhofft kommt oft
Herpes ist eine Virusinfektion, die von Herpes-Simplex-Viren ausgelöst wird und schmerzhafte Bläschenbildung in der oberen Hautschicht hervorruft. Zwei Arten von Herpes-Simplex-Viren sind bekannt. Die typischen Bläschen des Lippenherpes entstehen meist durch den Virus Typ 1. Klassische Symptome dieser Erkrankung sind juckende, nässende und schmerzende Herpesbläschen, die sich auf Haut und Schleimhaut der Betroffenen ausbreiten. Die Erkrankung ist unangenehm, aber in den meisten Fällen gut behandelbar.
Ansteckung über Tröpfchen-  oder Schmierinfektion
Die Erstinfektion mit dem Typ-1 Virus erfolgt oft unbemerkt im Kleinkindalter. Anstecken können sich Betroffene durch eine Tröpfcheninfektion. Dabei werden die Viren über den Speichel beim Niesen, Husten, Sprechen oder Küssen weitergegeben. Aber auch durch das Mitbenutzen von Besteck oder Gläsern kann sich das Virus durch eine Schmierinfektion ausbreiten. Während der Erstinfektion dringen die Herpes-Viren über Haut oder Schleimhaut in den Organismus ein und wandern entlang sensibler Nervenbahnen bis zu den Nervenzellen. Bis sich zum ersten Mal die Symptome zeigen, kann viel Zeit vergehen, aber einmal ausgebrochen, können weitere Schübe der Viruserkrankung folgen. Da oft immungeschwächte Menschen an Herpes erkranken, können im schlimmsten Fall Komplikationen wie schwere Infektionen der Haut bei Neurodermitis-Patienten, Lungenentzündungen oder eine Herpes-Entzündung des Gehirns folgen. Dies sind allerdings Ausnahmefälle.
Mittel an das Krankheitsstadium anpassen
Wer unter Herpessymptomen leidet sollte sofort einen Arzt oder eine Apotheke aufsuchen. Die Behandlungsart variiert je nach Krankheitsstadium. Cremes mit antiviralen Inhaltsstoffen sollten bereits bei den ersten Symptomen alle ein bis zwei Stunden verwendet werden, um die Ausbreitung einzudämmen. Pasten oder Gele mit Zinksulfat haben eine zusammenziehende Wirkung und helfen, die Bläschen zu trocknen. Melissenextrakt als Creme aufgetragen beschleunigt die Heilung. Bei einem beginnenden Infekt sollte die Stelle mit dem Wirkstoff Aciclovir behandelt werden.
Sollen die Bläschen kaschiert werden, können Hydrokolloidpatches, kleine und durchsichtige Pflaster, aufgeklebt und überschminkt werden. Die Pflaster lindern zwar Schmerz und Juckreiz, sind allerdings nicht arzneistoffhaltig. Dennoch sind sie besonders in der letzten Phase der Infektion empfehlenswert. Mithilfe einer getönten Penciclovircreme lassen sich die Blasen gut abdecken. Kontaktlinsenträger sollten während eines Schubs am besten auf eine Brille zurückgreifen, damit die Viren nicht über die Fingerspitzen auf die Kontaktlinsen und in die Augen gelangen.
Bereits nach dem ersten Kribbeln auf der Haut oder bei Spannungsgefühlen auf der Lippe besteht eine hohe Ansteckungsgefahr. Wer ein Aufflammen der Krankheit bei sich vermutet, sollte direkte und indirekte körperliche Kontakte mit anderen Personen vermeiden, besonders mit Kleinkindern und Babys, rät die Apothekerkammer Niedersachsen. Herpesviren überleben außerhalb des Körpers nur eine sehr kurze Zeit, dennoch sollte man mit akut Erkrankten nicht dieselben Handtücher, Servietten, Lippenstifte, Gläser und Besteck teilen. Cremes sollten grundsätzlich immer mithilfe eines Wattestäbchens aufgetragen werden.
Immunsystem stärken
Typische Auslöser für die Infektion sind Stress, Ekel und Schlafmangel. Häufig spielt auch Sonneneinstrahlung eine Rolle: Das UV-Licht reduziert die Immunabwehr an der Hautoberfläche. Lippenpflegestifte mit hohem Lichtschutzfaktor können Abhilfe schaffen. Wer oft unter Herpesschüben leidet, sollte seine Abwehrkräfte stärken: Sinnvoll ist eine ausgewogene, vitaminreiche Ernährung, Ausdauersport, Wechselduschen, Saunabesuche sowie der Verzicht auf Alkohol und Nikotin. Vor allem immunschwache Patienten sowie Babys, Kinder und ältere, kranke Menschen trifft das Herpes-Virus. Auch Frauen während der Menstruation sind anfällig. Schwangere, Stillende, Kinder, Immungeschwächte sowie Erstinfizierte sollten immer einen Arzt aufsuchen, dies gilt auch bei Komplikationen, wenn sich beispielsweise der Lippenherpes auf die Nasenregion oder an den Augen sowie anderen untypischen Hautpartien ausbreitet. Wer an Schmerzen, Fieber oder an Infektionen mit Eiterbildung leidet, die wiederholt an der gleichen Stelle oder im größeren Ausmaß wiederkehren, sollte sich von einem Arzt untersuchen lassen.
Der Apothekerkammer Niedersachsen gehören rund 7.000 Mitglieder an. Der Apotheker ist ein fachlich unabhängiger Heilberufler. Der Gesetzgeber hat den selbstständigen Apothekern die sichere und flächendeckende Versorgung der Bevölkerung mit Arzneimitteln übertragen. Der Beruf erfordert ein vierjähriges Pharmaziestudium an einer Universität und ein praktisches Jahr. Dabei erwirbt der Studierende Kenntnisse in pharmazeutischer Chemie und Biologie, Technologie, Pharmakologie, Toxikologie und Klinische Pharmazie. Nach dem Staatsexamen erhält er eine Approbation. Nur mit dieser staatlichen Zulassung kann er eine öffentliche Apotheke führen. Als Spezialist für Gesundheit und Prävention berät der Apotheker seriös und unabhängig. Er begleitet den Patienten fachlich, unterstützt ihn menschlich und hilft ihm so, seine Therapie im Alltag umzusetzen.

Donnerstag, 26. November 2015

Autobiografie: Ernst Probst. Ein Journalistenleben. Vom Wunschberuf zum Albtraum




Wiesbaden (medizin-welt) Wie sein ersehnter Wunschberuf allmählich zum Albtraum geriet, schildert der Wiesbadener Autor Ernst Probst in seinem Buch „Ein Journalistenleben“. Bereits in der Volksschule schrieb er gerne Strafaufsätze. Als 13-Jähriger wollte er Reporter werden. Doch mit 14 begann er eine Schriftsetzer-Lehre. Mit 17 bis 22 Jahren arbeitete er als Schriftsetzer. Nach seinem Volontariat war er mit 23 Lokalredakteur und mit 25 Politikredakteur. Danach fungierte er als verantwortlicher Redakteur für Sonderseiten, Aus aller Welt, Ratgeber/Leserbriefe und für eine Wochenendbeilage. Mit 55 Jahren endete sein Wunschtraum, Redakteur zu sein, als Albtraum. Anschließend betätigte er sich bis 60 als Buchverleger sowie internationaler Fossilien- und Antiquitätenhändler. Insgesamt veröffentlichte er von 1986 bis heute mehr als 300 Bücher, Taschenbücher und Broschüren. Über die Höhe- und Tiefpunkte seines Privat- und Berufslebens erzählt er ungeschminkt im vorliegenden Buch.

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Ernst Probst schrieb vor allem populärwissenschaftliche Werke aus den Themenbereichen Paläontologie, Zoologie, Kryptozoologie, Archäologie, Geschichte, Luftfahrt sowie Biografien über berühmte Frauen und Männer.

Paläontologie: Deutschland in der Urzeit, Rekorde der Urzeit (1992), Rekorde der Urzeit. Landschaften, Pflanzen und Tiere (2008), Dinosaurier in Deutschland (1993 zusammen mit Raymund Windolf), Archaeopteryx. Die Urvögel aus Bayern, Dinosaurier in Deutschland. Von Compsognathus bis zu Stenopelix (2010), Dinosaurier in Baden-Württemberg, Dinosaurier in Bayern, Dinosaurier in Niedersachsen, Dinosaurier von A bis K, Dinosaurier von L bis Z, Raub-Dinosaurier von A bis Z, Deutschland im Eiszeitalter, Der Ur-Rhein, Als Mainz noch nicht am Rhein lag, Der Rhein-Elefant, Krallentiere am Ur-Rhein, Menschenaffen am Ur-Rhein, Säbelzahntiger am Ur-Rhein, Das Dinotherium-Museum in Eppelsheim (zusammen mit Dr. Jens Lorenz Franzen und Heiner Roos), Höhlenlöwen, Der Höhlenlöwe, Der Mosbacher Löwe, Säbelzahnkatzen, Die Dolchzahnkatze Megantereon, Die Dolchzahnkatze Smilodon, Die Säbelzahnkatze Homotherium, Die Säbelzahnkatze Machairodus, Der Europäische Jaguar, Eiszeitliche Geparde in Deutschland, Eiszeitliche Leoparden in Deutschland, Eiszeitliche Raubkatzen in Deutschland, Der Amerikanische Höhlenlöwe, Der Ostsibirische Höhlenlöwe,  Löwenfunde in Deutschland, Österreich und der Schweiz, Der Höhlenbär, Johann Jakob Kaup. Der große Naturforscher aus Darmstadt, Das Mammut (Mit Zeichnungen von Shuhei Tamura), Tiere der Urwelt. Leben und Werk des Berliner Malers Heinrich Harder, Aepyornis. Der Vogel, der die größten Eier legte, Argentavis. Der größte fliegende Vogel, Brontornis. Riesenvögel in Argentinien, Dinornis. Der größte Vogel aller Zeiten, Dromornis. Der schwerste Vogel aller Zeiten, Harpagornis. Der größte Greifvogel der Neuzeit, Hesperornis. Der große Vogel des Westens, Pelagornis. Der größte Meeresvogel, Phorusrhacos. Der riesige Terrorvogel, Tiere der Urzeit. Rekorde von Insekten, Fischen, Amphibien, Reptilien, Vögeln und Säugetieren, 30 Tiere der Urwelt. Bilder von F. John, Der rätselhafte Spinosaurus. Leben und Werk des Forschers Ernst Stromer von Reichenbach

Zoologie: Mit Gorillas auf Du. Kurzbiografie der Primatologin und Zoologin Dian Fossey, Mit Schimpansen auf Du. Kurzbiografie der Primatologin Jane Goodall, Mit Orang-Utans auf Du. Kurzbiografie der Anthropologin und Anthropologin Biruté Galdikas

Archäologie: Deutschland in der Steinzeit, Rekorde der Urmenschen, Deutschland in der Bronzezeit, Deutschland in der Frühbronzezeit, Die Bronzezeit, Die Aunjetitzer Kultur in Deutschland, Die Straubinger Kultur in Deutschland, Die Singener Gruppe, Die Arbon-Kultur in Deutschland, Die Ries-Gruppe und die Neckar-Gruppe, Die Adlerberg-Kultur, Der Sögel-Wohlde-Kreis, Die nordische Bronzezeit in Deutschland, Deutschland in der Mittelbronzezeit, Die Hügelgräber-Kultur in Deutschland, Die ältere Bronzezeit in Nordrhein-Westfalen, Die Bronzezeit in der Lüneburger Heide, Die Stader Gruppe, Die Oldenburg-emsländische Gruppe, Deutschland in der Spätbronzezeit, Die Urnenfelder-Kultur in Deutschland, Die Unstrut-Gruppe, Die Helmsdorfer Gruppe, Die Saalemündungs-Gruppe, Die Lausitzer Kultur in Deutschland, Österreich in der Frühbronzezeit, Die Leithaprodersdorf-Gruppe, Die Aunjetitzer Kultur in Österreich, Die Straubinger Kultur in Österreich, Die Unterwölblinger Gruppe, Die Wieselburger Kultur, Die Litzenkeramik oder Draßburger Kultur, Die Attersee-Gruppe, Österreich in der Mittelbronzezeit, Die Hügelgräber-Kultur in Österreich, Österreich in der Spätbronzezeit, Die Urnenfelder-Kultur in Österreich, Die Nordtiroler Urnenfelder-Kultur, Die Laugen-Melaun-Gruppe, Die Caka-Kultur, Die Schweiz in der Frühbronzezeit, Die Rhone-Kultur, Die Arbon-Kultur in der Westschweiz, Die Inneralpine Bronzezeit-Kultur in der Schweiz, Die Schweiz in der Mittelbronzezeit, Die Hügelgräber-Kultur in der Schweiz, Die Schweiz in der Spätbronzezeit, Die Urnenfelder-Kultur in der Schweiz, Die Laugen-Melaun-Gruppe in der Schweiz, Das Moustérien. Die große Zeit der Neandertaler, Das Rätsel der Großsteingräber. Die nordwestdeutsche Trichterbecher-Kultur, Die ersten Bauern in Deutschland. Die Linienbandkeramische Kultur (5500 bis 4900 v. Chr.), Die Schnurkeramischen Kulturen. Kulturen der Jungsteinzeit von etwa 2800 bis 2400 v. Chr.

Kryptozoologie: Affenmenschen. Von Bigfoot bis zum Yeti, Alma. Ein Affenmensch in Eurasien, Bigfoot. Der Affenmensch aus Nordamerika, Chuchunaa. Der sibirische Affenmensch, Der De-Loys-Affe. Ein Menschenaffe in der „Neuen Welt“?, Nguoi Rung. Der vietnamesische Affenmensch, Orang Pendek. Der kleine Affenmensch auf Sumatra, Skunk Ape. Der Affenmensch in Florida, Yeren. Der chinesische Affenmensch, Yeti. Der Schneemensch im Himalaja, Yowie. Der australische Affenmensch, Das Einhorn. Ein Tier, das nie gelebt hat, Drachen. Wie die Sagen über Lindwürmer entstanden, Nessie. Das Monsterbuch, Monstern auf der Spur. Wie die Sagen über Drachen, Riesen und Einhörner entstanden, Riesen. Von Agaion bis Ymir, Seeungeheuer. 100 Monster von A bis Z, Der Tatzelwurm. Das Rätseltier in den Alpen

Biografien: 14 Taschenbücher über Superfrauen (Superfrauen 1 – Geschichte, Superfrauen 2 – Religion, Superfrauen 3 – Politik, Superfrauen 4 – Wirtschaft und Verkehr,  Superfrauen 5 – Wissenschaft, Superfrauen 6 – Medizin, Superfrauen 7 – Film und Theater, Superfrauen 8 – Literatur, Superfrauen 9 – Malerei und Fotografie, Superfrauen 10 – Musik und Tanz, Superfrauen 11 – Feminismus und Familie, Superfrauen 12 – Sport, Superfrauen 13 Mode und Kosmetik, Superfrauen 14 – Medien und Astrologie), Christl-Marie Schultes. Die erste Fliegerin in Bayern, Drei Königinnen der Lüfte in Bayern (zusammen mit Josef Eimannsberger), Frauen im Weltall, Königinnen der Lüfte, Königinnen der Lüfte von A bis Z. Biografien berühmter Fliegerinnen, Ballonfahrerinnen, Luftschifferinnen, Fallschirmspringerinnen und Astronautinnen, Königinnen der Lüfte in Deutschland, Königinnen der Lüfte in Frankreich, Königinnen der Lüfte in England, Australien und Neuseeland, Königinnen der Lüfte in Europa, Königinnen der Lüfte in Amerika, Theo Lederer. Ein Flugzeugsammler aus Oberbayern, Königinnen des Films (in Arbeit), Königinnen des Tanzes, Königinnen des Theaters, Superfrauen aus dem Wilden Westen, Malende Superfrauen, Der Schwarze Peter. Ein Räuber aus dem Hunsrück und Odenwald, Meine Worte sind wie die Sterne. Die Entstehung der Rede des Häuptlings Seattle (zusammen mit Sonja Probst), Franziska Streitel – Die „Dienerin Gottes“ aus Franken, Elisabeth I. Tudor. Die jungfräuliche Königin, Lucrezia Borgia. Die schöne Tochter eines Papstes, Maria Stuart. Schottlands tragische Königin, Machbuba. Die Sklavin und der Fürst, Hildegard von Bingen. Die deutsche Prophetin, Julchen Blasius. Die Räuberbraut des Schinderhannes, Zenobia. Eine Frau kämpft gegen die Römer, Cortés und Malinche. Der spanische Eroberer und seine indianische Geliebte, Katharina II. die Große. Die Deutsche auf dem Zarenthron, Pompadour und Dubarry. Die Mätressen von Louis XV., Königinnen des Films 1, Königinnen des Films 2, Königinnen des Films in Italien, Lucille Ball – Der „weibliche Charlie Chaplin“, Theda Bara – Der erste Vamp des Kinos, Brigitte Bardot – „B.B.“- Das Sexsymbol der 1950-er Jahre, Ingrid Bergman – Der Weltstar aus Schweden, Joan Crawford – Der Filmstar mit den breiten Schultern, Bette Davis – Die Frau, die 100 Filme hinterließ, Marlene Dietrich – Die deutsche „Göttin des Films“, Jodie Foster – Hollywoods klügste Schönheit, Greta Garbo – Die „Göttliche“, Ava Gardner – Die „Königin von Hollywood“, Judy Garland – Der unglückliche Hollywood-Star, Janet Gaynor – Die erste „Oscar“-Preisträgerin – Uschi Glas – Deutschlands „Quotenqueen auf dem Bildschirm“, Jean Harlow – Das platinblonde Sexsymbol der 1930-er Jahre, Rita Hayworth – Die „Venus des Atomzeitalters“, Katharine Hepburn – Die „Königinmutter von Hollywood“, Grace Kelly – Der Star, der den Traumprinzen heiratete, Hildegard Knef – Der deutsche Weltstar mit drei Karrieren, Zarah Leander – Der „UFA“-Star der 1930-er und 1940-er Jahre, Vivien Leigh – Der Weltstar aus „Vom Winde verweht“, Ruth Leuwerik – Die „Königin des Melodramas“ , Gina Lollobrigida. Die „Lollo“ - der Stern der 1950-er Jahre,  Sophia Loren – Der italienische Filmstar der 1960-er Jahre - Melina Mercouri – Der Star aus „Sonntags ... nie!“, Inge Meysel – Die „Fernsehmutter der Nation“, Marilyn Monroe – Amerikas größter Filmstar, Pola Negri – Der Stummfilmstar aus Polen, Asta Nielsen – Deutschlands erster Filmstar, Leni Riefenstahl – Die meisterhafte Regisseurin und Fotografin, Julia Roberts – Das Sexsymbol der 1950-er Jahre, Margaret Rutherford – Die beste Komödiantin Englands der 1960-er Jahre, Adele Sandrock – Die komische Alte des deutschen Kinos, Romy Schneider – Sie wollte nicht ewig „Sissi“ sein, Hanna Schygulla – Der deutsche Weltstar, Simone Signoret – Frankreichs Sexsymbol der 1950-er Jahre, Meryl Streep – Ein Star auf der Bühne, der Leinwand und dem Bildschirm, Gloria Swanson – Die Mondäne auf der Kinoleinwand, Elizabeth („Liz“) Taylor – die „Königin von Hollywood“, Liv Ullmann – Die große norwegische Schauspielerin, Grethe Weiser – Die volkstümliche Schauspielerin, Mae West – Die Komödiantin der Spitzenklasse, rund 70 Kurzbiografien über berühmte Fliegerinnen, Ballonfahrerinnen, Luftschifferinnen, Fallschirmspringerinnen, Astronautinnen und Kosmonautinnen, Dr. Veronica Carstens – Die Förderin der Naturheilkunde, Dorothea Erxleben. Die erste deutsche Ärztin, Schreibende Superfrauen in Deutschland. Cockacoeske. Die Königin von Pamunkey, Kateri Tekakwitha. Die erste selige Indianerin in Nordamerika, Lozen. Die tapfere Kriegerin der Apachen, Mohongo. Die Indianerin, die in Europa tanzte, Sacajawea. Die indianische Volksheldin, Sieben berühmte Indianerinnen, Louis XV. Der Vielgeliebte, Marquise de Pompadour. Die erste bürgerliche Mätresse von Louis XV., Madame Dubarry. Von der Dirne zur Mätresse des Königs, Die Comtessen de Mailly-Nesle. Vier adelige Schwestern für den König, Marie-Louise O’Murphy de Boisfally. Eine Geliebte von Louis XV., Schloss Grünsberg. Von der Burg im Grunde bis zum Barockschloss, Ernst Probst. Ein Journalistenleben. Vom Wunschberuf zum Albtraum

Interviews: Was ist ein Menhir? Interview mit dem Mainzer Archäologen Dr. Detert Zylmann über Hinkelsteine, Wer ist der kleinste Dinosaurier? Interviews mit dem Wissenschaftsautor Ernst Probst, Wer war der Stammvater der Insekten? Interview mit dem Stuttgarter Biologen und Paläontologen Dr. Günter Bechly, Neues vom Ur-Rhein. Interview mit dem Geologen und Paläontologen Dr. Jens Sommer

Aphorismen: Der Ball ist ein Sauhund. Weisheiten und Torheiten über Fußball, Worte sind wie Waffen. Weisheiten und Torheiten über die Medien (beide zusammen mit Doris Probst, Schweigen ist nicht immer Gold. Zitate von A bis Z, Weisheiten der Indianer

Die meisten dieser Titel sind beim „GRIN Verlag“ erschienen und in zahlreichen Online-Buchshops sowie in jeder guten Buchhandlung erhältlich.

Der „GRIN Verlag“ mit Sitz in München hat sich seit der Gründung im Jahr 1998 auf die Veröffentlichung akademischer Texte spezialisiert. Die Verlagsseite http://www.grin.com ist für Studenten, Hochschullehrer und andere Akademiker die ideale Plattform, ihre Fachtexte, Studienarbeiten, Abschlussarbeiten oder Dissertationen einem breiten Publikum zu präsentieren.

Montag, 23. November 2015

Kostenloser Ratgeber Wohnen im Alter

Das Altersgefüge in der Gesellschaft verändert sich und mit Beginn des Jahres trat die Pflegereform 2015 in Kraft. Bedingt durch den demografischen Wandel, werden Menschen im höheren Alter zukünftig den größten Teil der Bevölkerung ausmachen. Das Thema Pflege und Betreuung ist daher von zentraler Bedeutung.

Deshalb gibt es inzwischen zahlreiche Möglichkeiten und Angebote für Senioren zu wohnen. Vom gesundheitlichen Zustand, über familiäre Unterstützung und individuellen Vorlieben können viele verschiedene Faktoren berücksichtigt werden. Um die perfekte Lösung für sich oder seine Angehörigen zu finden, ist es deshalb unverzichtbar, sich mit dem Thema zu befassen.

Der Ratgeber „Wohnen und Leben im Alter“ soll bei dieser Entscheidung als Unterstützung dienen. Hier werden Fragen zum Thema Pflege und Betreuung gestellt, die sich zum einen mit der Pflege Zuhause, sowie aber auch mit ambulanter Pflege beschäftigen. Auch verschiedene denkbare Wohnkonzepte werden vorgestellt, darunter geht es klassisch um betreutes Wohnen, aber auch um alternative Konzepte, wie zum Beispiel Mehrgenerationenhäuser. Insgesamt hat der Ratgeber zum Ziel diese Themen, aber auch Themen der Finanzierung und der Gesetzeslage, verständlich zusammenzufassen und auf die unterschiedlichsten Bedürfnisse einzugehen.

Donnerstag, 5. November 2015

Tabu Mundgeruch

Diskrete Beratung in der Apotheke nutzen

Hannover (apothekerkammer-niedersachsen) – Mundgeruch ist für die meisten eine peinliche Angelegenheit. Kollegen, Freunde oder sogar Familienmitglieder trauen sich oft nicht, das Tabuthema anzusprechen und ihre Mitmenschen auf den schlechten Atem aufmerksam zu machen. Doch der Betroffene selbst nimmt den Geruch meist gar nicht wahr. Wer das Thema taktvoll und offen anspricht, hilft den Betroffenen, erklärt die Apothekerkammer Niedersachsen.
Der stille Begleiter

Immer wieder trifft man im Alltag auf Menschen mit schlechtem Atem. Neben Erkrankungen wie Parodontose oder Mandelentzündung ist die häufigste Ursache eine mangelhafte Mundhygiene. Sind Zähne, Zahnzwischenräume, Zunge und Mundhöhle nicht ausreichend gepflegt, haben Bakterien leichtes Spiel. Die Bakterien setzen sich vor allem auf der Zunge fest und setzen durch Fäulnisprozesse übel riechende Substanzen frei. Auch eine unzureichende Speichelbildung und Mundtrockenheit durch Dauerstress, Aufregung oder zu langes Reden können zu schlechtem Atem führen. Ältere Menschen und Prothesenträger sind dabei öfter betroffen, da sich Bakterien bei ihnen im Mund leichter vermehren. Eine sorgfältige Mundhygiene und das regelmäßige Reinigen der Prothesen mit Tabs schafft hier Abhilfe. Ebenso kann Mundgeruch als Symptom auf eine Erkrankung der inneren Organe oder eine Stoffwechselerkrankung wie Diabetes hinweisen. Bringt eine ausreichende Mundhygiene keine Besserung, sollte das Problem mit dem Zahnarzt oder Arzt abgeklärt werden. Sobald die Krankheit entdeckt und therapiert ist, wird auch der schlechte Atem verschwinden.
Sich dem Apotheker anvertrauen
Ein unangenehmer Mundgeruch kann auch durch schwerwiegende Krankheiten hervorgerufen werden. Deshalb ist es wichtig, sich einem Spezialisten anzuvertrauen. Je früher eine Krankheit erkannt wird, desto geringer ist die Gefährdung für den Patienten. Betroffene sollten dem Apotheker genau den Geruch beschreiben, denn riechen zum Beispiel Diabetiker nach Aceton aus dem Mund, so sollte der Insulinspiegel besser eingestellt werden. Bei einem Atem, der nach Urin riecht, sollte unbedingt ein Arzt aufgesucht werden. Dieser Geruch kann durch eine Erkrankung der Nieren hervorgerufen werden. Der Mundgeruch kann aber auch eine Nebenwirkung von Medikamenten sein, so können beispielsweise Arzneimittel mit Schwefelanteil  Mundgeruch hervorrufen. Betroffene sollten in einem solchen Fall nicht einfach das Medikament absetzen, sondern mit dem Arzt Alternativen besprechen.
Mundhygiene auf dem Prüfstand
Den eigenen Mundgeruch zu bemerken, ist schwierig. Selbsttests wie in die hohle Hand ausatmen und riechen sind wenig zuverlässig. Am einfachsten ist es, Angehörige zu fragen. Grundsätzlich ist Mundgeruch gut zu behandeln. Der Apotheker kann eine passende Therapie für die tägliche Mundhygiene empfehlen und den Betroffenen mit entsprechenden Hilfsmitteln versorgen. So hilft es, zwei bis drei Mal täglich mit Chlorhexidin zu gurgeln. Der Nachteil: Es kann durch die Spülungen zu Zahnverfärbungen kommen. Diese können jedoch vom Zahnarzt wieder beseitigt werden. Dauerhaft sollten allerdings nur Mundspülungen mit einem geringen Anteil an Chlorhexidin genutzt werden. Zähne sollten mindestens zweimal täglich geputzt werden. Für die Pflege bieten sich neben Zahnbürste, Zungenreiniger, Zahnseide und Interdentalbürsten auch Spülungen aus Salbei oder Kamille an. Die Zunge sollte einmal täglich mit der Zahnbürste oder einem Zungenschaber gereinigt werden. Am besten hält man sie an der Spitze fest und bürstet oder schabt dann von hinten nach vorn. Zur Mundhygiene gehört auch, dass Prothesen sorgfältig gereinigt werden. Darüber hinaus hilft alles, was den Speichelfluss anregt: Kaugummi kauen, zuckerfreie Bonbons lutschen, Äpfel  essen und ausreichend Flüssigkeit zu sich nehmen. Kurzfristig durch Nahrungsmittel wie Knoblauch oder Zwiebeln hervorgerufener Mundgeruch lässt sich mit ätherischen Ölen aus Kardamom, Fenchel- bzw. Anis-Samen oder auch mit Chlorophylltabletten  „bändigen“. Zudem regen diese Gewürze den Speichelfluss sowie die Verdauung an.
Schluss mit sozialer Ausgrenzung
Es gibt auch Betroffene, die nichts von ihrem schlecht riechenden Atem wissen und daher auch nicht aktiv dagegen vorgehen. Aus Schamgefühl werden sie von ihren Mitmenschen nicht auf das Problem angesprochen. Gesprächspartner, Familienmitglieder und Arbeitskollegen vermeiden den Kontakt oder wenden sich ab. Wer Mundgeruch an einem Bekannten, Freund oder Kollegen feststellt, sollte sich trauen und den Betroffenen taktvoll auf seinen schlechten Atem hinweisen.
Der Apothekerkammer Niedersachsen gehören rund 7.000 Mitglieder an. Der Apotheker ist ein fachlich unabhängiger Heilberufler. Der Gesetzgeber hat den selbstständigen Apothekern die sichere und flächendeckende Versorgung der Bevölkerung mit Arzneimitteln übertragen. Der Beruf erfordert ein vierjähriges Pharmaziestudium an einer Universität und ein praktisches Jahr. Dabei erwirbt der Studierende Kenntnisse in pharmazeutischer Chemie und Biologie, Technologie, Pharmakologie, Toxikologie und Klinische Pharmazie. Nach dem Staatsexamen erhält er eine Approbation. Nur mit dieser staatlichen Zulassung kann er eine öffentliche Apotheke führen. Als Spezialist für Gesundheit und Prävention berät der Apotheker seriös und unabhängig. Er begleitet den Patienten fachlich, unterstützt ihn menschlich und hilft ihm so, seine Therapie im Alltag umzusetzen.

Dienstag, 13. Oktober 2015

Wenn die Nacht zum Tag wird - Nicht an Schlafstörungen verzweifeln

Frankfurt am Main (landesapothekerkammer-hessen) – Müde, schlapp und gereizt, so fühlen sich Patienten, die unter Schlafstörungen leiden. Doch verzweifeln oder sich über die verpasste Nachtruhe zu ärgern, bringt nichts. Ursula Funke, Präsidentin der Landesapothekerkammer Hessen, empfiehlt Betroffenen, die unter  länger andauerndem Schlafdefizit leiden, nicht unkritisch  zu Tabletten zu greifen. Der Rat des Apothekers sollte immer zuerst eingeholt werden. Im Mittelpunkt steht die Behandlung der zugrunde liegenden Ursachen, um eine langfristige Verbesserung herbeizuführen. Der Apotheker kann den schlafsuchenden Patienten beraten und im ersten Schritt mit beruhigenden natürlichen Mitteln unterstützen. Bringt das keine Erleichterung, sollte zusammen mit einem Arzt über andere Therapien nachgedacht werden.
Tag- und Nachtrhythmus außer Balance
Wer über einen Zeitraum von circa vier Wochen oder an drei Tagen in der Woche keinen durchgehenden, erholsamen Schlaf findet, ist von Schlafstörungen betroffen. Zu wenig Schlaf wirkt sich langfristig auf das Immunsystem des Menschen aus. Schließlich ist ein erheblicher Anteil der Stoffwechselvorgänge an den Tag- und Nachtrhythmus gebunden. Der Transport und Austausch wichtiger Stoffe befähigt den Körper, tagsüber fit zu sein und nachts entspannt zur Ruhe zu kommen. Viele Vorgänge im Körper hängen von den Tag-und Nachtrhythmen des Organismus ab. Dazu zählt die Produktion von Botenstoffen, die bei der neuronalen Übertragung eine Rolle spielen, chemischen Stoffen, die am Immunsystem beteiligt sind und  Hormonen. Sogar die Körpertemperatur wird beeinflusst. Wird dieses empfindliche Gleichgewicht durch ein Schlafdefizit gestört, beeinträchtigt das den Organismus. Mattheit und Müdigkeit sind die ersten spürbaren Folgen.
Fragile Schlafarchitektur
Schlafen und Wachen, Tief- und Leichtschlafphasen, REM-Traumphasen: Die sogenannte Schlafarchitektur folgt einem bestimmten Rhythmus. In jeder der Schlafphasen bewältigt der Körper unterschiedliche Aufgaben. Im Tiefschlaf zum Beispiel ist der Abbau von Eiweißstoffen gebremst. Mit diesen Eiweißstoffen, die auch als Proteine bezeichnet werden, können Schäden repariert werden, die durch schädliche Einwirkungen am Tage an den Zellen entstanden sind. Alles, was die Schlafarchitektur stört, beeinträchtigt auch die Auf- und Abbauprozesse im Körper und ist daher dem physiologischen Ablauf nicht zuträglich. Störfaktoren können die Nachwirkungen von Alkohol, Nikotin, Coffein oder Drogen sein. Auch Herz-Kreislauf- und Stoffwechselerkrankungen oder psychische Belastungen erschweren einen erholsamen Schlaf. Schlafstörungen stellen dann ein ernstes Problem dar, wenn sie nicht nur vorübergehend sind, beispielsweise während einer akuten Belastungssituation. Dauern die Schwierigkeiten länger als vier Wochen an, sollten Patienten dies abklären lassen.
Bloß nicht ärgern über schlaflose Nächte
Viele Menschen mit Schlafstörungen leiden darunter, dass sie zwar einschlafen können, aber mitten in der Nacht aufwachen und partout nicht mehr in den Schlaf finden. Nachts aufwachen ist völlig normal, berichtet die Landesapothekerkammer Hessen. Wer innerhalb von drei Minuten wieder einschläft, vergisst in der Regel, dass er wach war und hat den Eindruck, durchgeschlafen zu haben. Problematisch wird es, wenn man wirklich viele Stunden wachliegt. Grübeln, Probleme wälzen oder sich über das Wachliegen zu ärgern, erschweren dann das Einschlafen zusätzlich. In solchen Fällen hilft es oft, aufzustehen, sich abzulenken und dann wieder ins Bett zu gehen. Mit zunehmendem Lebensalter nimmt das Schlafbedürfnis ab. Daher ist es gerade bei älteren Menschen häufig hilfreich, auf den Nachmittagsschlaf zu verzichten, um dann eine ungestörte Nachtruhe genießen zu können. In bestimmten Fällen können auch Arzneimittel Grund für die Schlafprobleme sein. Medikamente sollten aber auch dann nicht auf eigene Faust abgesetzt werden. Am besten äußern Patienten ihre Vermutung bei ihrem behandelnden Arzt oder ihrem Apotheker.
Sanft nachhelfen
Es gibt zahlreiche Methoden, um gut ein- und durchzuschlafen. Gut bewährt hat sich bei den Betroffenen ein gezielter Stressabbau durch moderate sportliche Betätigung, am besten in der ersten Hälfte des Tages. Ebenso beruhigen Entspannungstechniken wie Autogenes Training, Yoga oder Muskelentspannung. Manche Patienten können ihren Körper am besten herunterfahren, wenn sie vor dem Einschlafen gemütlich lesen. Auf Kaffee, Cola sowie Alkohol sollte in den Abendstunden verzichtet werden. Auch schweres und fettreiches Essen belastet. Betroffene erhalten in den Apotheken Rat und Hilfe. In der Selbstmedikation finden Schlaflose zahlreiche frei verkäufliche Arzneimittel. Für leichte pflanzliche Unterstützung und Beruhigung sorgen Baldrianextrakt, Hopfen und Lavendelöl in Kapseln. Wichtig: Die Wirkung der pflanzlichen Präparate tritt immer zeitversetzt ein. So benötigt Baldrian bis zu 14 Tage, um seine Wirkung zu entfalten. Handelt es sich um eine akute Ausnahmesituation, können kurzfristig chemische Stoffe wie H1-Antihistaminika eingesetzt werden, wenn diese sich mit anderen einzunehmenden Arzneimitteln vertragen. Ein Arztbesuch ist ratsam, wenn die Schlafstörung auf eine Grunderkrankung zurückzuführen ist oder durch ein Arzneimittel hervorgerufen sein könnte. Leiden Kinder unter Schlafstörungen, ist immer der Kinderarzt aufzusuchen.
Der Landesapothekerkammer Hessen gehören rund 5.950 Apothekerinnen und Apotheker an. Der Heilberuf des Apothekers unterliegt einem gesetzlichen Auftrag. Zu den Aufgaben der Landesapothekerkammer gehören die Förderung der Fort- und Weiterbildung und die Überwachung der Einhaltung der Berufspflichten durch ihre Mitglieder. Die Landesapothekerkammer stellt ebenso eine flächendeckende Versorgung der Bevölkerung in ganz Hessen mit Medikamenten sicher.

Mittwoch, 23. September 2015

Individuelle Rezepturen aus der Apotheke - Handarbeit mit einwandfreier Qualität

Hamburg (apothekerkammer-hamburg) – Passgenau und auf die Bedürfnisse jedes Patienten abgestimmt haben Hamburger Apotheker nach Erhebungen des Deutschen Arzneiprüfungsinstitut e.V. im Jahr 2014 rund 275.000 Rezepturen für Versicherte der gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV) hergestellt. Da einige Medikamente in ihrer Zusammensetzung oder Dosierung nicht industriell produziert werden, sind eigens für den Patienten angefertigte Präparate unersetzbar. Durch sie können Patienten mit besonderen Bedürfnissen verlässlich und unter Einhaltung höchster Qualitätsstandards versorgt werden, betont die Apothekerkammer Hamburg. Diese Leistung der Apotheken sollte dementsprechend honoriert werden. Mit der festgeschriebenen Vergütung können die Apotheker die Kosten für ihr Präzisionshandwerk derzeit nicht decken. Daher fordern sie eine klare Anpassung des Honorars an die erbrachte Leistung.

Der feine Unterschied
Individualrezepturen sind speziell für einen bestimmten Patienten angefertigte Arzneimittel, die in einer Apotheke hergestellt werden. Cremes oder Salben mit besonderen Inhaltsstoffen für Patienten mit Hautleiden machen den größten Anteil der nachgefragten Individualrezepturen aus. Unter den Begriff Spezialrezepturen fallen patientenindividuell hergestellte Arzneimittel für parentale Anwendungen. Meistens handelt es sich dabei um mit Antibiotika, Krebs- oder Schmerzmitteln angereicherte Infusionslösungen. Da Rezepte von Privatpatienten oder auf direkte Nachfrage hergestellte Rezepturen in der Erhebung des Deutschen Arzneiprüfungsinstitut e.V. nicht nachgefragt wurden, liegt die Zahl der tatsächlich angefertigten Rezepturen wohl deutlich über 275.000.
Vorteile für die Patienten
Viele Patienten profitieren von den individuell auf ihre Bedürfnisse angepassten Arzneien: Oft sind Dosierung oder Darreichungsform von Fertigarzneimitteln für Kinder problematisch, da sich Arzneimittelhersteller am Bedarf von Erwachsenen orientieren. Dementsprechend müssen Apotheker Medikamente auf eine für Kinder verträgliche Dosis reduzieren. Wer Probleme mit Allergien oder Unverträglichkeiten hat, findet in den per Hand angefertigten Rezepturen geeignete Alternativen und kann seine Medikamente auf Wirkstoffunverträglichkeiten anpassen lassen. Möglich ist auch, dass Patienten auf gewisse Arzneiformen angewiesen sind, die von der Industrie nicht geliefert werden. Dann kann der Apotheker den benötigten Wirkstoff in einer anderen Arzneiform anbieten. Insgesamt ist die Herstellung der Medikamente zeitintensiv und bedarf höchster Präzision. Je nach Zusammensetzung des nachgefragten Rezepturarzneimittels benötigen Apotheker bis zu anderthalb Stunden  zur Herstellung –  nicht eingerechnet ist der Aufwand für Dokumentation und Absprachen mit den Ärzten. Generell sind die Honorare für Herstellung, Dokumentation und Prüfung vom Gesetzgeber vorgeschrieben. Allerdings können Apotheker mit den festgeschriebenen Honoraren ihre Kosten für die Herstellung von Individual- und Spezialrezepturen nicht decken. Daher fordern Hamburgs Apotheker für die Herstellung einer Salbe eine Verdreifachung des Honorars, das derzeit bei fünf Euro liegt. Um die Kosten für das Anfertigen von Kapseln oder Augentropfen zu decken, müssten die aktuellen Preise von sieben Euro vervierfacht werden, kalkulieren die Hamburger Apotheker.
Höchste Qualität ohne Kompromisse
Die Herstellung von Arzneimitteln geht mit einer engmaschigen Qualitätskontrolle einher. Die Qualitätssicherung beginnt mit der Prüfung der Ausgangsstoffe und Behältnisse. Apotheker kontrollieren, ob die vom Arzt vorgegebene Zusammensetzung der Rezeptur sinnvoll ist. In schwierigen Fällen erörtern sie gemeinsam mit dem Arzt, wie die Rezeptur angepasst werden kann. Daher gehört ein vertrauensvoller Austausch zwischen Arzt und Apotheker zum Alltag in den Apotheken. Eine besondere Herausforderung besteht darin, die Wünsche des Arztes hinsichtlich der Zusammensetzung und gleichzeitig die pharmazeutischen Qualitätsanforderungen auf einen Nenner zu bringen: So können die Stabilität und Haltbarkeit der Zubereitung, die Verträglichkeit der Inhaltsstoffe untereinander sowie die Freigabe des Wirkstoffes während der Anwendung kritische Größen sein. Ist die Rezeptur festgelegt, fertigen Apotheker die Medikamente auf Basis eines Herstellungsprotokolls an, welches das genaue Vorgehen beschreibt. Jeder Arbeitsschritt wird ausführlich dokumentiert. So ist sichergestellt, dass jeder Patient sein Medikament in höchster Qualität erhält.
Die Apothekerkammer Hamburg ist als Körperschaft des öffentlichen Rechts die Institution der apothekerlichen Selbstverwaltung für die ca. 2.400 Apotheker und Apothekerinnen, sowie Pharmazeuten im Praktikum in Hamburg. Der Apotheker ist ein fachlich unabhängiger Heilberuf. Er ist laut Gesetz für die sichere und flächendeckende Versorgung der Bevölkerung mit Arzneimitteln zuständig. Wer Apotheker werden will, muss ein vierjähriges Pharmaziestudium an einer Universität und ein praktisches Jahr absolvieren. Der Apotheker berät die Patienten hinsichtlich ihrer Medikation und unterstützt sie, ihre Therapie im Alltag umzusetzen. Als Fachmann für Arzneimittel und Prävention ist der Apotheker neben dem Arzt der erste Ansprechpartner in gesundheitlichen Problemen.

Dienstag, 15. September 2015

Keine Chance für Arzneimittelwechselwirkungen

Frankfurt am Main (landesapothekerkammerhessen) – Viele Patienten kennen das Prozedere: Vor oder nach den Mahlzeiten müssen Tabletten, Kapseln und Co. eingenommen werden. Doch mit der Anzahl der einzunehmenden Präparate wächst auch das Risiko für Wechselwirkungen. Dass sich bestimmte Arzneien untereinander nicht vertragen, ist jedoch nicht jedem bekannt. Zudem kann es auch zu Wechselwirkungen zwischen Arzneimitteln und Nahrungsergänzungsmitteln oder sogar Nahrungsmitteln kommen. Ursula Funke, Präsidentin der Landesapothekerkammer Hessen, rät Patienten, die drei oder mehr Präparate zu sich nehmen, sich in der Apotheke umfassend zur Einnahme der verschiedenen Arzneien beraten zu lassen.

Freund oder Feind?
Wechselwirkungen entstehen, wenn Inhaltsstoffe von mehreren Arzneimitteln miteinander reagieren. Durch die Verstoffwechselung im menschlichen Körper kann sich die Wirkung von Medikamenten verstärken. Die Folge wäre eine Überdosierung eines Arzneistoffes. Andererseits können die Arzneimittel auch an Wirkung verlieren, der erwünschte Therapieerfolg wird damit nicht erzielt. Wechselwirkungen können außerdem auftreten, werden Arzneien und bestimmte Nahrungs- oder Nahrungsergänzungsmittel zusammen eingenommen. Vorsicht ist zum Beispiel bei Mineralstoffen wie Calcium oder Magnesium geboten. Viele gesundheitsbewusste Patienten nehmen ihre Tabletten mit entsprechend angereichertem Mineralwasser ein. Was sie nicht ahnen: Mineralstoffreiches Wasser kann unter anderem die Wirkung von Osteoporose-Medikamenten herabsetzen. Mit Schilddrüsenhormonen eingenommen können diese Mineralstoffe außerdem für den Körper nur schwer abbaubare Komplexe bilden. Erste Wahl bei der Einnahme von Arzneien ist daher Leitungswasser. Mit einem zeitlichen Abstand von zwei Stunden können Patienten auch ihr Mineralwasser wieder bedenkenlos trinken. Übrigens: Alkohol, Milch und Grapefruitsaft sind für die Einnahme von Medikamenten ebenfalls tabu. Grapefruitsaft wird z.B. über dasselbe Enzymsystem im menschlichen Körper verstoffwechselt wie viele Arzneimittel, so dass sich hier Substanzen gegenseitig stören können. Vorsicht ist zudem bei rezeptfreien Johanniskrautpräparaten geboten, so könnte z.B. die Wirkung der Antibabypille beeinträchtigt werden. Ebenso kommt es bei Antidepressiva und oralen Blutverdünnern zu unerwünschten Interaktionen.
Schluss mit Angst vor Wechselwirkungen
Die Gefahr von Wechselwirkungen steigt mit der Anzahl der einzunehmenden Präparate. Doch die Betroffenen erhalten ihre Arzneien nicht ohne Grund, sie sollen heilen bzw. die Lebensqualität erhöhen. Oft kann man durch eine kleine Änderung der Medikation viel erreichen. Der Patient kann das nicht immer beurteilen. Schließlich zeigt sich eine Verbesserung oder Verschlechterung des Krankheitsbildes nicht nur im Befinden des Patienten, sondern drückt sich auch in verbesserten Blut- oder Urinwerten aus. Daher ist es wichtig, die medikamentöse Therapie nicht eigenmächtig abzusetzen, so die Empfehlung der Apothekerkammer Hessen. Am besten lässt der Patient seine gesamte Medikation – einschließlich der Selbstmedikation und der selbst gekauften Nahrungsergänzungsmittel – in der Apotheke untersuchen und einen individuellen, detaillierten Einnahmeplan erstellen. Dem Apotheker sind die häufigsten Interaktionen bekannt. In schwierigen, nicht sofort offensichtlichen Fällen kann der Arzneimittelfachmann in den einschlägigen Datenbanken recherchieren und dem Patienten und seinem behandelnden Arzt kompetent Änderungen in der Medikation vorschlagen. In dem Plan wird jedes Medikament zudem mit Einnahmezeitpunkt dokumentiert. Dadurch ist die Übersicht für den Patienten sehr genau, mögliche Wechselwirkungen können außerdem schneller erkannt werden.
Der Landesapothekerkammer Hessen gehören rund 5.800 Apothekerinnen und Apotheker an. Der Heilberuf des Apothekers unterliegt einem gesetzlichen Auftrag. Zu den Aufgaben der Landesapothekerkammer gehören die Förderung der Fort- und Weiterbildung und die Überwachung der Einhaltung der Berufspflichten durch ihre Mitglieder. Die Landesapothekerkammer stellt ebenso eine flächendeckende Versorgung der Bevölkerung in ganz Hessen mit Medikamenten sicher.

Donnerstag, 3. September 2015

Mit dem Apotheker die Behandlung auf den Kopfschmerz abstimmen

Das passende Medikament ist entscheidend

Hannover (apothekerkammer-niedersachsen) – Jeder plagt sich hin und wieder mit Kopfschmerz, das muss nicht dramatisch sein und ist auch in den seltensten Fällen gefährlich. Sich selbst mit Schmerzmedikamenten zu versorgen, wenn das Stechen oder der dumpfe Druck einsetzen, ist für viele Patienten selbstverständlich. Allerdings ist Kopfschmerz nicht gleich Kopfschmerz, gibt die Apothekerkammer Niedersachsen zu bedenken. Ein Schmerzmittel muss immer mit den weiteren Arzneimitteln, die ein Patient nimmt, abgestimmt werden. Bei Schwangeren und Patienten mit chronischen Erkrankungen muss das Medikament besonders sorgfältig und in Absprache mit Arzt und Apotheker ausgewählt werden.
Über 70 Prozent der Deutschen sind mindestens einmal im Jahr von Kopfschmerzen betroffenViele greifen dann auf Arzneimittel zurück, um das Pochen oder Stechen zu bekämpfen. Allgemein sind Frauen häufiger vom Kopfschmerz betroffen als Männer. Die Ursachen von Kopfschmerzen sind vielfältig. Manchmal lösen eine Brille mit ungeeigneten Gläsern, Schlafmangel, eine Diät oder Wetterfühligkeit Kopfschmerzen aus. Oder es steckt ein grippaler Infekt dahinter. Wer häufig Alkohol trinkt, raucht oder Drogen nimmt, fördert das Auftreten von Kopfschmerzen. Ebenso können wenig Bewegung und eine Arbeit mit einseitigen Bewegungsabläufen zu Kopfschmerzen führen. Es klingt paradox, aber auch durch die tägliche Einnahme von Kopfschmerz- oder Migränemitteln über die Dauer von zehn Tagen hinaus können diffus drückende und pulsierende Kopfschmerzen hervorgerufen werden.
Es gibt sehr viele Arten von Kopfschmerzen, die sich in ihren Symptomen mitunter stark unterscheiden. Zu den bekannten Formen zählen:
Spannungskopfschmerz: Der einfache Spannungskopfschmerz ist meist beidseitig, drückend und ziehend. Er geht oft mit einer erhöhten Anspannung der Kopf- und Nackenmuskulatur einher.
Migränekopfschmerz: Äußert sich meistens als einseitiges Pulsieren oder Pochen oberhalb der Nasen-Augen-Linie. Wer unter Migräne leidet, plagt sich oft mit Licht- und Lärmempfindlichkeit. Einige Betroffene verspüren vor dem Einsetzen der Migräne eine Aura mit Wahrnehmungsstörungen. Darauf folgen Übelkeit und vermehrt einseitige Sehstörungen, in schlimmen Fällen sogar einseitige Lähmungserscheinungen. Manchmal treten auch Geruchsstörungen, Sensibilitätsstörungen oder Artikulationsprobleme auf.
Clusterkopfschmerz: Kommt selten vor. Neben dem einseitigen bohrend-brennenden Schmerz treten Tränenfluss sowie eine verstopfte Nase auf. Die Betroffenen haben extreme Schmerzen, die sehr belastend sind.
Sobald Kopfschmerzen mit Schwindel, Fieber, Lähmungen oder tränenden Augen auftreten oder es zu ungewöhnlichen körperlichen Ausfällen kommt, sollten Betroffene unverzüglich einen Arzt aufsuchen. Achtung: Treten Migränesymptome in Kombination mit Clusterkopfschmerzen auf, so kann dies auch auf einen Schlaganfall hindeuten.
Selbstmedikation auf den Kopfschmerz abstimmen
Mittel der ersten Wahl bei Kopfschmerzen sind in der maximalen Einzeldosierung: 500 –1000 mg Acetylsalicylsäure (ASS), 400 mg Ibuprofen oder 500–1000g Paracetamol, jeweils bis zu dreimal täglich. Die Deutsche Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft empfiehlt auch eine Kombination aus Acetylsalicylsäure, Paracetamol und Coffein.
Auch für Migränepatienten empfiehlt sich in der Regel der Einsatz von ASS, Paracetamol oder Ibuprofen jeweils in maximaler Einzeldosis. Brausetabletten wirken etwas schneller. Einige Migränepatienten sprechen nicht auf ASS, Ibuprofen oder Paracetamol an. Betroffene können stattdessen auf die Wirkstoffgruppe der Triptane zurückgreifen. Diese lindern nicht nur den Schmerz, sondern auch die Begleitsymptome wie Übelkeit, Licht- und Lärmempfindlichkeit. Triptane sollten nur eingenommen werden, wenn ein Arzt eine Migräne eindeutig diagnostiziert hat.
Chroniker wie Asthmapatienten sollten ihre Schmerzmittel genau auf ihre Krankheit abstimmen: ASS kann beispielsweise Asthmaanfälle auslösen. Auch für Patienten mit einem Magengeschwür oder Nierenerkrankungen ist ASS nicht geeignet. Lebererkrankte sollten auf die Einnahme von Paracetamol verzichten, weil der Abbau des Wirkstoffs über die Leber erfolgt.
Das richtige Maß finden
Bevor Patienten zu Schmerzmitteln greifen, sollten sie ihren Alltag und Lebensstil ändern. Wer ausreichend trinkt und sich regelmäßig und ausdauernd an der frischen Luft bewegt, kann Kopfschmerzen vorbeugen. Patienten können in einem Gespräch mit dem Apotheker klären, ob sie zu viele Schmerzmittel einnehmen und die Kopfschmerzen von einer Überdosierung rühren. Allgemein gilt bei der Einnahme von Schmerzmitteln die Faustregel: Nur so viel wie nötig und so wenig wie möglich einnehmen, besonders an direkt aufeinander folgenden Tagen. Handelt es sich um einen episodisch auftretenden Spannungskopfschmerz, leisten ASS, Ibuprofen und Paracetamol gute Dienste, sollten allerdings maximal zwei Tage angewandt werden. Patienten mit häufig auftretenden Kopfschmerzen sollten stets der Dosierempfehlung ihres Apothekers und Arztes folgen. Wichtig: Es gibt bestimmte Patientengruppen, die behutsam mit der Selbstmedikation umgehen müssen. Schwangere, Stillende und Kinder sollten Schmerzmittel nur nach Absprache mit dem Arzt einnehmen. Andere Risikogruppen wie Bluthochdruckpatienten oder Patienten mit chronischen Erkrankungen wie beispielsweise Asthma sollten die Medikamenteneinnahme ebenfalls mit dem Arzt oder Apotheker abstimmen und eine Analyse der verwendeten Medikamente vornehmen lassen. Es werden alle aktuell eingenommenen Arzneimittel erfasst – unabhängig davon, ob vom Arzt verordnet oder vom Patienten für die Selbstmedikation zusätzlich gekauft – und auf Doppelmedikation sowie den Grund der Einnahme kritisch untersucht. Anschließend werden die Medikamente auf mögliche Wechselwirkungen untereinander sowie auf die richtige Dosierung und Anwendung überprüft, erklärt die Apothekerkammer Niedersachsen. So können Patienten sicherstellen, dass sie das passende Mittel für ihre Kopfschmerzen erhalten.
Der Apothekerkammer Niedersachsen gehören rund 7.000 Mitglieder an. Der Apotheker ist ein fachlich unabhängiger Heilberufler. Der Gesetzgeber hat den selbstständigen Apothekern die sichere und flächendeckende Versorgung der Bevölkerung mit Arzneimitteln übertragen. Der Beruf erfordert ein vierjähriges Pharmaziestudium an einer Universität und ein praktisches Jahr. Dabei erwirbt der Studierende Kenntnisse in pharmazeutischer Chemie und Biologie, Technologie, Pharmakologie, Toxikologie und Klinische Pharmazie. Nach dem Staatsexamen erhält er eine Approbation. Nur mit dieser staatlichen Zulassung kann er eine öffentliche Apotheke führen. Als Spezialist für Gesundheit und Prävention berät der Apotheker seriös und unabhängig. Er begleitet den Patienten fachlich, unterstützt ihn menschlich und hilft ihm so, seine Therapie im Alltag umzusetzen.