Donnerstag, 2. Februar 2012

Leipziger Hirnforscher bloggen

Aus: Spektrum der Wissenschaft, sciLogs.de

Das Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften in Leipzig startet heute den offiziellen zweisprachigen Forschungsblog "NeuroKognition". Im Blog haben die Mitarbeiter des Instituts die Möglichkeit, neue Studien, Initiativen und Projekte vorzustellen, Filme, Bilder und Animationen aus der Forschung zu zeigen oder Kommentare zu aktuellen wissenschaftlichen Debatten abzugeben. Es richtet sich sowohl an Wissenschaftler als auch an interessierte Laien.

"Wir freuen uns auf dieses Experiment", schrieb der geschäftsführende Direktor des Instituts, Prof. Dr. Arno Villringer in seinem ersten Post, mit dem er das Blog eröffnete. Das deutschsprachige Blog ist unter diesem Link zu finden: http://www.scilogs.de/blogs/blog/neurokognition

Die englische Version gibt es hier: http://www.scilogs.eu/en/blog/neurocognition

Das Portal Scilogs.de wird vom Verlag Spektrum der Wissenschaft betrieben. Unter der Überschrift "Tagebücher der Wissenschaft" vereint es etwa 70 wissenschaftliche Blogs aus verschiedensten Disziplinen und ist damit das das größte deutschsprachige Blogportal für wissenschaftliche Themen. ´

Das Leipziger Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften erforscht kognitive Fähigkeiten und Gehirnprozesse des Menschen. Ein Hauptaugenmerk gilt dabei den höheren Hirnfunktionen wie Sprache, Emotion, Sozialverhalten, Musik und Handlung. Weitere Schwerpunkte sind das plastische Veränderungsvermögen des Gehirns sowie die Weiterentwicklung bildgebender Verfahren für die Neurowissenschaften.

Donnerstag, 26. Januar 2012

Sternebewertung für Kliniken

TÜV Rheinland zertifizierte im niederbayerischen Bad Griesbach als erste Rehabilitationsklinik die PASSAUER WOLF Hotelklinik Maria Theresia und vergab fünf Kliniksterne.


Bad Griesbach (obx - medizin-welt) - Die Sternebewertung für Hotels ist heute weltweit ein Wegweiser zur Beurteilung ihres Komforts. Bei der Wahl einer Klinik waren Patienten dagegen bisher weitgehend orientierungslos, wenn sie Informationen über die Service- und Komfort-Qualität eines Behandlungszentrums suchten. Das wird sich jetzt ändern. Deutschlandweit erstmals hat jetzt im niederbayerischen Bad Griesbach die Hotelklinik Maria Theresia eine Bewertung nach dem neuen System der "Kliniksterne" erhalten. Die Zertifizierung erfolgte durch den TÜV Rheinland nach einem von der Bewertungsgesellschaft zur Optimierung der Servicequalität entwickelten Qualitätscheck-Katalog. "Das System der neuen Kliniksterne wird Maßstäbe setzen und wesentlich zur Verbesserung der Servicequalität in Deutschlands Kliniken und Therapiezentren beitragen", sagt Manfred Schachermayr, Geschäftsführer der Kliniksterne GmbH.


Die Zertifizierung mit Sternen kann es den Patienten in Zukunft leichter machen aus 2.200 Krankenhäusern, 9.700 Alten- und Pflegeheimen sowie 1.400 Vorsorge - und Rehabilitationseinrichtungen in Deutschland das für seine persönlichen Komfortansprüche richtige Haus zu finden.

Entwickelt wurde das System von der Kliniksterne GmbH in Aschheim bei München, einer Beratungsgesellschaft zur Optimierung der Servicequalität. Die Zertifizierung erfolgt durch Experten des TÜV Rheinland anhand einer 450 Prüfpunkte umfassenden Checkliste für Kliniken. Beim System der Praxissterne gibt die Bewertung von 178 Kriterien in einer Arztpraxis den Ausschlag für die Einstufung.

Ziel für die Einführung des Systems der Klinik- und Praxissterne war der Wunsch vieler Patienten nach mehr Transparenz hinsichtlich der Qualität medizinischer Einrichtungen, aber auch der Wunsch vieler Betreiber, Servicequalität und Mitarbeiter-Kompetenz in ihren Einrichtungen weiter zu optimieren.

Hat sich ein Klinikbetreiber zum Check seines Hauses entschieden, wird der Ist-Zustand anhand eines ausgeklügelten Fragenkatalogs vor Ort ermittelt. Umfassende Servicequalitäts-Coachings bei den Mitarbeitern und Verbesserungsprozesse helfen mit, Defizite auszugleichen. Bei Bedarf wird das Programm durch erweiterte Coaching-Programme und Schulungen ergänzt und die Effizienz der Fortbildung zum Beispiel durch anonyme Testpatienten überprüft. Die Qualität eines Hauses definiert sich dabei nicht nur über Kriterien wie Praxisausstattung.

Das System der Kliniksterne unterscheidet sich zwangsläufig von der in den Hotels üblichen Bewertung. Kliniken unterscheiden sich baulich, konzeptionell und auch im Leistungsangebot von klassischen Beherbergungsbetrieben. In 5-Sterne-Hotels etwa ist die 24-Stunden Besetzung der Rezeption obligatorisch. Im Klinikbereich ist ein ärztlicher 24-Stunden-Notdienst viel wichtiger.

Die Hotelklinik Maria Theresia in Bad Griesbach hat nach umfassenden Checks die 5-Sterne-Bestnote erhalten. Das Haus, eine Einrichtung des Unternehmensverbundes der Reha-Zentren Passauer Wolf, bietet seinen Gästen die Möglichkeit, während Therapie, Rehabilitation oder Anschlussheilbehandlung den Komfort und die Behaglichkeit einer 5-Sterne-Hotel-Klinik zu genießen.

Die Gäste der Hotelklinik Maria Theresia mit ihren 43 Komfortzimmern und Junior-Suiten profitieren in vollem Umfang von der medizinischen Kompetenz der Ärzte, Therapeuten und medizinischen Einrichtungen des Reha-Zentrum Passauer Wolf im Bereich Innere Medizin, Kardiologie, Onkologie, Orthopädie, Neurologie, Rehabilitation, AHB und Prävention. Für spezielle Therapien gibt es vom Hotel für die Gäste einen direkten klimatisierten Zugang zum Reha-Zentrum Passauer Wolf. Individuell zugeschnittene Therapieprogramme, fachärztliche Behandlung, persönliche Reha-Berater und - bei Bedarf - 24-Stunden Rundum-Betreuung garantieren maximale Behandlungserfolge.

Der Unternehmensverbund Passauer Wolf ist heute eines der führenden Zentren für medizinische Versorgung und Rehabilitation im ostbayerischen Raum - mit einem bayernweiten und weit nach Österreich hinein reichenden Klinik- und Kompetenz-Netzwerk. In den vier deutschen Häusern der Gruppe werden heute jährlich mehr als 180.000 Patienten behandelt.

"Die Sterne-Klassifizierung hilft uns, unser gesamtes Qualitätsmanagement kontinuierlich weiterzuentwickeln", sagt Dr. Werner Rink, Ärztlicher Direktor bei der offiziellen Übergabe der Zertifizierungsurkunde durch einen Vertreter des TÜV Rheinland Cert. "Für die Höchstbewertung unseres Hauses war vor allem auch die fachliche und soziale Kompetenz der Mitarbeiter und ihre Zuwendung zum Patienten mit entscheidend", meinte Betriebsleiter Stephan Rubenbauer.

Donnerstag, 19. Januar 2012

Mit Dr. Holiday auf die Reise in ein gesundes Leben















Fitnesstraining mit Spaß im Urlaub: Weil es hilft gesund zu bleiben, zahlen viele Krankenkassen bis zu 150 Euro Zuschuss. Dr. Holiday in Sinzing ist bei solchen Reisen der Marktführer in Deutschland und Kooperationspartner vieler Krankenkassen. Foto: obx-news


Sinzing (obx-news - medizin-welt) - "Gesundheitsreisen in Deutschland werden bis 2020 um 95 Prozent zunehmen", prognostiziert das Institut für Freizeitwirtschaft. Marktführer in diesem expandierenden Tourismus-Segment ist ein Reiseveranstalter aus dem Raum Regensburg: Dr. Holiday mit Sitz in Sinzing. Mittlerweile gehen jedes Jahr mehrere 10.000 Gäste mit Dr. Holiday auf die Reise in ein gesundes Leben, unter ihnen viele Versicherte gesetzlicher Krankenkassen. Mit 22 Kassen hat Dr. Holiday direkte Verträge. Die Versicherten profitieren davon: Sie erhalten pro Reise Wohlfühlextras wie Massagen oder Wellnessanwendungen im Wert von bis zu 200 Euro.

"Ein Euro Investition in Gesundheitsvorsorge kann den gesetzlichen Krankenversicherungen bis zu zehn Euro Ausgaben für spätere Krankheitsbehandlung sparen", berichtete kürzlich der Deutsche Heilbäderverband auf Basis einer aktuelle Studie. Deshalb zahlen die meisten gesetzlichen Krankenkassen auch in Zeiten knapper Budgets weiterhin Zuschüsse für die Teilnahme an Gesundheitsprogramme am Urlaubsort. Reiseziel sind die schönsten Urlaubregionen in Deutschland und im benachbarten europäischen Ausland.

Gemanagt werden die Reiseprogramme vom Hauptsitz des Unternehmens in Sinzing bei Regensburg. Eine weitere Niederlassung hat Dr. Holiday im niederbayerischen Bad Füssing, Europas beliebtestem Kurort. "Die Bad Füssinger Thermen sind auch der absolute Renner in unserem Programm", sagt Claudia Staedele, Vorstand des Unternehmens, das 2008 mehrheitlich vom Veranstalter Dertour übernommen wurde. Die Kooperation öffnete den Sinzinger Reiseprofis den Vertriebsweg über die 9.000 Dertour-Reisebüros deutschlandweit.

Dr. Holiday wurde ursprünglich als Spezialist für Präventionsreisen mit Krankenkassenzuschuss gegründet. Heute wächst Dr. Holiday vor allem auch im Bereich von Kuren mit oder ohne Kassenzuschuss und mit Gesundheits- oder auch Happy-Aging-Reisen für die Zielgruppe 50+.

"Die demografische Entwicklung in Deutschland und Europa ist ein stabiler Wachstumsmotor für Gesundheitsreisen und damit auch eine Riesenchance für viele Tourismusregionen und vor allem auch die deutschen Kurorte", sagt Claudia Staedele. Die künftig größte Bevölkerungsgruppe 50+ hat vor allem ein Ziel: im Alter fit und gesund zu bleiben. Dies schlägt sich auch in den Urlaubsplänen nieder - für uns eine große Zukunftschance.

Ein weiter wachsender Trend im Gesundheitsreisemarkt: spezielle Angebote zum Beispiel Medical Checkups oder Kombi-Reisen mit besonderen Therapien im Ausland, zum Beispiel "Fit for Baby"-Reisen, Urlaub mit Chinesischer Medizin-Therapie, Sandkuren in Ägypten, Sonnentherapie am Toten Meer oder Ayurveda auf Sri Lanka. "Zahnbehandlungen in Ungarn oder zur Augenlaser-Behandlung in der Türkei sind bei uns derzeit ein Renner", sagt Claudia Staedele. Als nächstes wollen die Sinzinger Reise-Profis den österreichischen Markt erobern. Ein Kooperationsvertrag mit einem der ganz großen Veranstalter in der Alpenrepublik, Dertour-Austria, wurde in diesen Tagen unterzeichnet.

Mittwoch, 18. Januar 2012

Was man gegen Rückenschmerzen tun kann













Rückenschmerzen sind zur Volkskrankheit geworden. obx-medizindirekt gibt Tipps, wie Sie sich wirksam davor schützen können. Foto: obx-medizindirekt


Rückenleiden sind der häufigste Grund für Fehlzeiten von Arbeitnehmern in Deutschland. Beschwerden mit dem Kreuz verursachen knapp ein Viertel des Krankenstandes. Jeder zweite Bundesbürger klagt über gelegentliche oder ständige Rückenprobleme. Mit am meisten betroffen sind die Frauen und Männer am Bau.


Regensburg (obx-medizindirekt - medizin-welt) – Die Zahlen über die Entwicklung der berufsbedingten Rückenerkrankungen sind alarmierend: Nach einer aktuellen Krankenkassen-Untersuchung gingen rund 150 Millionen Krankheitstage auf das Konto „Rückenprobleme, Muskel-und Skeletterkrankungen“ – zehn Prozent mehr als noch vor einem Jahr.

Nach verschiedenen Erhebungen deutscher Krankenkassen resultieren zum Beispiel bei Fliesenlegern 39 Prozent, bei Maurern und im Holzgewerbe bis zu 30 Prozent der Ausfallzeiten auf Erkrankungen des Bewegungsapparats. Vor allem im Baugewerbe gilt: Rückenschmerzen und Erkrankungen an der Wirbelsäule sind die Berufskrankheit Nummer eins. Denn vor allem am Bau ist der Rücken trotz immer besserer maschineller Hilfen besonderen Belastungen ausgesetzt. Das Anheben und Tragen schwerer Lasten oder durch längerfristiges Arbeiten in belastenden Positionen zählt zum Alltag. Überkopfarbeit, Tätigkeiten in gebeugter Haltung oder das Führen von Erdbaumaschinen sind eine Tortur für Gelenke, Wirbel und Bandscheiben.

Millionen von Euros zahlte die Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft (BG Bau) jedes Jahr für die medizinische Rehabilitation sowie Renten an Beschäftigte mit Problemen an der Lendenwirbelsäule. Die BG Bau bemüht sich deshalb seit Jahren, die Krankheitsfälle zu reduzieren. Was vor allem viele Beschäftigte am Bau zu wenig beachten: Auch der menschliche Rücken hat, wie jedes Bauwerk, eine Belastungsgrenze. Folgende Richtwerte sollten gelten: Männer zwischen 19 und 45 Jahren sollten nicht mehr als 55 kg und – falls tragen zum Berufsalltag gehört – nicht mehr als 30 kg heben. Für Frauen liegt die „Schmerzgrenze“ bei 15 bzw. 10 kg. Schützen Sie Ihren Rücken und beugen Sie Rückenproblemen aktiv vor.

Ein wirksames Mittel: Versuchen Sie durch rückenschonende Hebe- und Tragetechniken unnötige Belastungen zu vermeiden. Trainieren Sie Ihren Rücken systematisch zu Hause, durch Teilnahme an Rückenschulkursen oder durch regelmäßigen Sport.

Kommt es dennoch zu schwerwiegenden Rückenproblemen ist eine richtige und effiziente Behandlung notwendig: diese reicht von Krankengymnastik bis zu speziellen Schmerztherapien, von physiotherapeutischen Maßnahmen bis hin zu Operationen. Gehen Sie rechtzeitig zum Arzt, denn werden Rückenschmerzen chronisch, haben Sie Ihr Leben lang ein Kreuz mit dem Kreuz.

So schützen Sie Ihren Rücken!

1. Vermeiden Sie das Heben schwerer Lasten:Schwergewichtiges lieber aufteilen und in mehreren Teilen transportieren. Was nicht teilbar ist zu zweit tragen.

2. Geeignete Hilfsmittel verwenden: Wann immer es möglich ist, nutzen Sie die Hilfe der Technik,etwa in Form von hydraulische Hebehilfen, Tragegurten, Tischwagen oder Hubkarren usw.

3. Lasten richtig heben: Heben Sie Lasten aus der Hocke mit aufrechtem Rücken und halten Sie die Last nahe an den Körper. Beide Arme ansetzen, Bauch einziehen, Rückenmuskeln anspannen undgleichzeitig aus den Beinen und dem Oberkörper die Last anheben. Lasten nie ruckartig heben. Wer sich vorbeugt zum Heben belastet seine Wirbelsäule um ein vielfaches mehr bei gleichem Gewicht. Nutzen Sie Beine und Arme zum Heben – aber nicht das Kreuz.

4. Lasten richtig tragen: Die Last auf Bauchhöhe bringen und eng an den Körper ziehen. Beide Körperseiten gleichmäßig belasten. Während des Tragens Schultern unten lassen, Bauch einziehen und nicht zu weit nach hinten lehnen.

5. Trainieren Sie Ihre körperliche Fitness: Nicht zuletzt spielt auch die Fitness eine große Rolle bei der Prävention von Muskel- und Skelett-Erkrankungen. Regelmäßige Bewegung und eine ausgewogene Ernährung fördern die Gesundheit und Fitness des Körpers.

Mittwoch, 11. Januar 2012

Pillen am Steuer?













Die Einnahme von Arzneien, Alkohol oder Drogen beeinflusst die Fahrtauglichkeit. Foto: obx-medizindirekt


Bei jedem fünften Verkehrsunfall sind Medikamente im Spiel. Oft ist aber auch eine Krankheit ein wichtiger Grund, sich besser nicht mehr selbst ans Steuer zu setzen. Hier erfahren Sie, worauf Sie achten sollten.


Regensburg (obx-medizindirekt - medizin-welt) – Es gibt viele Gründe, die zu einem Unfall führen können. Medikamente sind ein wichtiger Risikofaktor. Eine Studie der Bundesanstalt für Straßenwesen hat ergeben, dass rund 20 Prozent aller Arzneimittel das Reaktionsvermögen herabsetzen und dass jeder fünfte Unfall unter dem Einfluss von Medikamenten verursacht wird. Schon übliche Grippemittel können, je nach enthaltenen Wirkstoffen, die Fahrtüchtigkeit erheblich einschränken, ebenso wie bestimmte Medikamente, die zu Müdigkeit, Veränderungen der Reaktionsfähigkeit oder Fehleinschätzungen von Situationen führen.

Gleiches gilt für Schlaf- oder Beruhigungsmittel mit dem Wirkstoff Diazepam, Midazolam oder Flunitrazepam, die auch gegen Angststörungen oder Muskelverspannungen eingesetzt werden. Antihistaminika in Allergiemitteln oder Hustenblocker haben ähnliche Wirkungen. Auf dem Beipackzettel sind Hinweise zur Einschränkung der Fahrtüchtigkeit nachzulesen – nutzen Sie diese Information und fragen Sie in der Apotheke nach!

Doch nicht nur die Einnahme von Arzneien, Alkohol oder Drogen beeinflussen die Fahrtauglichkeit. Auch chronische Krankheiten, Demenz, Durchblutungsstörungen, Herzerkrankungen oder vermindertes Sehvermögen können die Eignung zur Teilnahme am Straßenverkehr erheblich herabsetzen.

Nach der deutschen Fahrerlaubnis- Verordnung darf jemand, der „sich infolge körperlicher und geistiger Mängel nicht sicher im Verkehr bewegen kann, am Verkehr nur teilnehmen, wenn Vorsorge getroffen ist, dass er andere nicht gefährdet“. Ein Diabetiker zum Beispiel kann fahruntauglich werden, wenn er in eine Unterzuckerung
gerät. Asthmapatienten können bei Anfällen von Atemnot zur Unfallgefahr werden, ebenso wie Herzpatienten, die am Steuer einen Anfall von Angina pectoris erleiden.

Starke Schmerzen, etwa nach einer Sportverletzung oder fiebrige Erkrankungen können die Fahrfähigkeit ebenso mindern wie Stress und starke Übermüdung. Was viele nicht wissen: Stress ist häufig die Ursache für Unfälle. Das Unfallrisiko beim Autofahren unter Stress ist fünfmal so hoch wie unter entspannten Bedingungen.

Immer wieder taucht die Forderung auf, ältere Menschen nicht mehr ans Steuer zu lassen. Alter allein ist aber kein ausreichender Grund für ein Fahrverbot. Ein gesunder 90-Jähriger kann unter Umständen problemlos Auto fahren, während ein 25-Jähriger fahruntauglich ist, weil er wegen einer Allergie bestimmte Antihistaminika einnimmt, die müde machen.

Häufig mehren sich mit den Jahren aber die körperlichen Beeinträchtigungen. Nachlassende Sehtüchtigkeit und Hörfähigkeit können allein schon die Fähigkeit zum Autofahren vermindern. Kommt noch die Einnahme bestimmter Medikamente hinzu, bleibt nur eines: Hände weg vom Steuer!

Dienstag, 27. Dezember 2011

Brustkrebsvorsorge ist unerlässlich

Für jede Frau ist die Diagnose Brustkrebs erst einmal ein Schock. Sofort tauchen Schreckensbilder von qualvollem Siechtum und Tod auf. Dabei gibt es gerade bei Brustkrebs hohe Überlebens- und auch Heilungschancen, wenn der tückische Krebs rechtzeitig entdeckt und behandelt wird. Im Übrigen betrifft dieses Thema genauso Männer, welche allerdings erheblich seltener an dieser Krebsart erkranken und sich daher auch leider wenig um die Vorsorge kümmern.

Heutzutage ist es für junge Frauen selbstverständlich, regelmäßig zum Frauenarzt zu gehen. Nicht immer geht es dabei nur um Verhütung, eventuelle Infekte oder sonstige Erkrankungen. Der Frauenarzt begleitet selbstverständlich ebenso werdende Mütter bis zur Geburt und kümmert sich um die Nachsorge. Ein guter Arzt achtet darauf, dass seine Patientin regelmäßig das Angebot zur Krebsvorsorge-Untersuchung wahrnimmt. Manche Arztpraxen gehen in ihrem Service sogar soweit, dass die Patientinnen gegebenenfalls telefonisch an die Kontrolle erinnert werden.

Ein Bestandteil der mindestens einmal jährlich empfohlenen Vorsorgeuntersuchung ist die Kontrolle der weiblichen Brust durch sorgfältiges Abtasten seitens des Arztes. Gesucht werden kleinen Knötchen oder andere Unregelmäßigkeiten, die auf eine eventuelle Erkrankung an Brustkrebs hinweisen können. Ein weiterer Anteil der Brustkrebsvorsorge liegt zugleich in der entsprechenden Schulung der Patientin, damit diese regelmäßig selbst ihre Brust abtasten und Veränderungen sofort abklären lassen kann.

Ist die weibliche Brust extrem groß, kann es durchaus notwendig oder sicherer sein, die Untersuchung mit Ultraschall durchzuführen. Allerdings müssen die Kosten für diese Untersuchung inzwischen von der Frau selbst getragen oder mit der Krankenkasse nachträglich abgeklärt werden, ob der Aufwand erstattet wird. Ab einem gewissen Alter oder wegen sonstiger ernst zu nehmender Gründe erfolgt die Vorsorgeuntersuchung auf Brustkrebs mittels einer Mammographie. Hierfür gibt der Frauenarzt im Allgemeinen eine Überweisung zur Radiologie und bespricht im Nachhinein den Befund mit seiner Patientin.

Vielleicht empfinden viele Frauen die Krebsvorsorgeuntersuchung als sehr lästig und unangenehm, aber dennoch bleibt sie Untersuchung unerlässlich, zumal Brustkrebs heutzutage bei Krebserkrankungen der Frauen mit tödlichem Ausgang den Hauptanteil innehat. Brustkrebs tritt eigentlich zufällig auf, aber es gibt Umstände, die das Risiko des Auftretens erhöhen. Gibt es in der Familie bereits zwei andere Fälle von Brustkrebserkrankungen, wird bereits von einer genetischen Disposition gesprochen, die eine regelmäßige Kontrolle notwendig macht. Weitere Faktoren, die das Risiko einer Erkrankung erhöhen, sind die Einnahme von Verhütungsmitteln und das Rauchen. Leider werden solche Zusatzbelastungen gerne ignoriert und die regelmäßige Kontrolle einfach einmal vergessen.

Gerade so werden zugleich wichtige Chancen vergeben, die eine besonders frühe Erkennung des Brustkrebses mit sich bringen würde. Es ist nicht von vorn herein gesagt, dass es sich bei der Veränderung in der Brust gleich um einen bösartigen Tumor handelt. Schließlich gibt es auch Veränderungen, die (eventuell noch) gutartig sind. Fatal wäre es, zu warten bis sich der kleine Knoten zu einem großen bösartigen Tumor entwickelt, der dann nach Möglichkeit noch Metastasen in den ganzen Körper streut. Wie unverantwortlich gegenüber sich selbst und/oder den zurück bleibenden Ehegatten, möglichst noch mit kleinen Kindern, ist es, die halbe Stunde pro Jahr nicht zu opfern und eine Brustkrebs-Vorsorgeuntersuchung durchführen zu lassen.

Mittwoch, 21. Dezember 2011

Small Your Car – "Die Probe"



Small Your Car – "Die Probe"
Die Small Your Car-Schrauber sind stolz wie Bolle: Ihr erster geschrumpfter Wagen ist fertig. Doch wird das gute Stück auch die erste Probefahrt gut überstehen, oder naht schon die nächste Katastrophe?

Tags: VW, Volkswagen, Small, Small your car, Big, Karl-Heinz Bode, Fahrzeugverkleinerung

Dienstag, 20. Dezember 2011

Schlemmen während der Feiertage














Nicht immer ein Geschenk für den Magen: Weihnachtliche Schlemmereien
Foto: obx-medizindirekt



In den nächsten Tage müssen Ihr Magen und Ihre Verdauung Schwerstarbeit leisten. Hier unsere gesunden Tipps, wie Sie genießen können ohne dass Ihnen der Weihnachtsbraten oder das Silvester Buffet sauer aufstößt.

Regensburg (obx-medizindirekt) – Nichts ist schwerer zu ertragen als eine Zahl von guten Tagen, heißt es. Denn in Zeiten gehäufter Feiertage kommt vieles zusammen: Üppiges Essen und Trinken, viel Alkohol, Häppchen zwischendurch – und meist auch viel zu wenig Bewegung. Da kann die Verdauung auch beim gesunden Menschen überfordert sein. Damit das nicht passiert, sollten Sie ein paar Dinge wissen und beachten.

Je fetter und alkoholreicher die Mahlzeit, desto unbekömmlicher ist sie. Das liegt unter anderem daran, dass der Körper eine genaue Reihenfolge einhält, nach der die Bestandteile der Nahrung verwertet werden: Als erstes werden die Alkoholkalorien verbrannt, denn die kann der Organismus nicht speichern. Und jedes Gramm liefert immerhin sieben Kalorien. Danach kommen die Kohlenhydrate dran, wie sie in Brot, Kartoffeln, Reis, Gemüse oder Nudeln enthalten sind – pro Gramm vier Kalorien. An dritter Stelle wird das Eiweiß aus Fleisch, Fisch, Eiern, Getreide, Hülsenfrüchten oder Gemüse verwertet – pro Gramm vier Kalorien. Und erst zuletzt kommen die Fettkalorien dran – neun Kalorien pro Gramm. Wenn der Bedarf des Körpers schon durch Alkohol und Kohlenhydrate gedeckt ist, gehen diese Kalorien ausnahmslos auf Bauch und Hüften.

So werden Sie mit Fett besser fertig

Mit der Verdauung einer fetten Gans oder einer Ente tut sich der Körper besonders schwer. Deshalb ist es wichtig, sich mit dem Essen Verdauungshilfen in Form von Bitterstoffen zuzuführen. Bitterstoffe sind etwa in bestimmten Gewürzen, aber auch in Ruccola, Brokkoli, Hopfen, Artischocken, Löwenzahn, Radicchio, Chicorée oder Endiviensalat enthalten. Sie regen Galle und Bauchspeicheldrüse zu vermehrter Freisetzung von Verdauungssäften und den Darm zu verstärkter Aktivität an.

Bringen Sie den Darm auf Trab

Viel Fett – wenig Ballaststoffe: Dass ist keine gute Kombination. Achten Sie deshalb auf Ballaststoffe, denn sie bringen den Darm auf Trab. Unter Ballast- oder Faserstoffen werden unverdauliche Bestandteile von pflanzlichen Nahrungsmitteln wie Getreide, Gemüse, Kartoffeln oder Hülsenfrüchten verstanden. Solche Ballaststoffe vergrößern das Volumen des Darminhaltes und seinen Wassergehalt, sie sorgen auch für rasche Beförderung durch den Darm hindurch. So werden zwar die Nährstoffe, aber kaum Gifte aus der Nahrung aufgenommen. Ein Teil der Ballaststoffe wird durch nützliche Bakterien abgebaut. Dadurch wird die Salz- und Wasseraufnahme im Darm gefördert und die Darmaktivität verstärkt.

Gewürze: duftende, wohlschmeckende „Arzneien“

Die Festtage sind die Zeit der duftenden Gewürze und Kräuter in der Küche und beim Genießen. Nutzen Sie die heilende Wirkung der „Apotheke der Natur“ zur Stärkung Ihrer Verdauung. Von Anis bis Zimt: Das Alphabet der gesunden Würzhilfen

Das Mahl ist kurz – die Reu ist lang. So könnte man das bekannte Sprichwort abwandeln. Denn nach dem üppigen Festmahl kommen oft die Beschwerden: Völlegefühl, Übelkeit, Sodbrennen, Blähungen, Verdauungsprobleme. Der richtige Griff in das Gewürzregal kann jedoch schon beim Kochen spätere Beschwerden verhindern. Ob Beifuß zur Gans, ob Koriander zu Wild, ob Kardamom zum festlichen Kochschinken oder Ingwer zum Sauerbraten: Suchen Sie sich doch aus den folgenden Gewürzen die aus, die am besten zu Ihren Festmenüs passen!

Anis: Was viele nicht wissen: Passt für Plätzchen ebenso gut wie für Rotkohl, Kompott, Krautsalat oder Apfelmus. Anis regt durch sein ätherisches Öl Anethol die Magensäfte an und wirkt krampflösend. Tipp: Ältere Menschen, die unter Mundtrockenheit leiden: Ein halbes Dutzend Anisfrüchte zerkauen und 15 Minuten im Mund behalten.

Beifuß: Das klassische Gewürz zur Weihnachtsgans, denn es regt durch seine Bitterstoffe die Galle und den Magensaft an und macht fette Speisen verträglicher. Auch gut für Bauernfrühstück, Schlachtplatten, Ente, Aal oder Hammel. Schwangere sollten übrigens Beifuß meiden, da einer seiner Wirkstoffe eine Fehlgeburt auslösen kann.

Ingwer: Viele kennen die scharf-würzige Wurzel aus dem Fernen Osten nur als Ingwerplätzchen oder Naschwerk. Aber Ingwer hat zumindest in Indien als Verdauung förderndes Gewürz einen festen Platz bei der Zubereitung von Suppen, Eiergerichten, Geflügel und Wild.

Kardamom: Wussten Sie, dass Bohnenkaffee durch eine winzige Prise Kardamom verträglicher wird? Aber das ist längst nicht alles. Die Samen, die man wegen ihrer Empfindlichkeit immer in den Kapseln kaufen sollte, regen Appetit und Verdauung an, würzen sowohl Gebäck, Kompotte und Süßspeisen, als auch Blutwurst, Kochschinken und kalten Braten.

Koriander: Das aus Nahost oder Afrika stammende aromatisch-scharfe Gewürz fördert die Verdauung, wirkt gegen Blähungen und Durchfall und tötet sogar Salmonellen ab. Es passt hervorragend zu asiatischen Gerichten, zu Salsa-Soßen, aber auch zu Gulasch, Wild, Geflügel und Süßspeisen.

Kümmel: Wer zum Gänsebraten ein gut mit Kümmel gewürztes Sauerkraut reicht, hat für die Verdauung schon eine Menge getan. Kraut gilt als „Darmbesen“, der auch fette Speisen durchfegt. Und Kümmel unterstützt die Gallentätigkeit und verhütet Blähungen. Er passt natürlich auch zu allen anderen Braten, zu Kartoffel- und Gemüsegerichten. Wer nicht so gerne auf Kümmelkörner beißt, kann entweder gemahlenen Kümmel verwenden oder Kümmel in einem Leinensäckchen mitkochen.

Kurkuma: Das auch Gelbwurz genannte scharfe Würzpulver, das in jeder Currymischung enthalten ist, regt die Galle an – aber nicht auf. Gelbwurz sollte wegen ihrer Schärfe nie zum Färben von Kuchen, sondern nur für salzige Gerichte verwendet werden: Sie passt von Reis bis Curry, von Huhn bis Schwein.

Lorbeer: Er krönte nicht nur antike griechische Dichter. Heute ist er wegen seiner Bitterstoffe und ätherischen Öle eine Verdauung fördernde, aromatische Zutat zu Sauerkraut, Bratensoße, Kartoffeleintöpfen und Gemüsesuppen.

Majoran: Gute Verdauungshilfe bei fetten Fleischgerichten, Leberwurst, Bratkartoffeln, Hackbraten oder weißen Bohnen.

Nelken: Sie gehören nicht nur ins klassische Rotkraut, sondern natürlich auch in den winterlichen Glühwein. Da Nelken den Appetit anregen, Blähungen vertreiben und selbst bei Magengeschwüren gut verträglich sind, können sie als gesundes Würzmittel für Fisch, Wild, Gulasch, Eierspeisen, ja selbst für Pizzas eingesetzt werden. Nelken gibt es auch als Pulver.

Oregano: Hilft alles, was fett und üppig ist, besser zu verdauen: Pizza, Lamm-, Fleisch- und Gemüseeintöpfe, Tomatengerichte und Nudelsoßen.

Pfeffer: Ob weißer, grüner oder schwarzer Pfeffer: Er erhöht den Speichelfluss und verbessert die Verdauung, hilft sogar schädliche Bakterien vernichten. Schwarzer Pfeffer wird unreif geerntet, ist schärfer als weißer. Weil sich sein Aroma beim Kochen schnell verflüchtigt, sollte Pfeffer immer erst kurz vor dem Anrichten zugegeben werden.

Piment: Wenn man die getrockneten Früchte des Myrtengewächses Pimenta dioica sparsam verwendet, wirkt es auch nicht aufdringlich. Es regt Appetit und Verdauung an und wird bevorzugt zu Fisch, Wild, Spinat, Suppen und Eintöpfen verwendet. Angeblich passt es zu allem – deshalb heißt es heute noch im Englischen „Allspice“.

Rosmarin: Gewürz, das über die Anregung des Gallenflusses die Fettverdauung unterstützt. Es passt gut zu Schweinefleisch, fettem Geflügel, Kohlgerichten und Kartoffelspeisen. Rosmarin können Sie als ganze Nadeln (im Gewürzsäckchen) mitkochen oder gemahlen zusetzen.

Senf: Als Senfkörner oder fertige Zubereitung (süß, mittelscharf und scharf) erhältlich. Durch seinen Gehalt an Allyl-Senföl reguliert er Fettverdauung und Stuhlgang. Senfkörner sollten nie stärker als 60 Grad erhitzt werden. Senf passt zu Sauerbraten, Rindsrouladen, Bohnen- und Kohlgerichten.

Zimt: Wer kennt dass nicht: Zimtsterne oder Grießbrei mit Zucker und Zimt? Aber die an Zimtaldehyd und Trans-Zimtsäure reiche gemahlene Rinde des Zimtbaums aus Sri Lanka oder Madagaskar wird im Orient auch als Gewürz zu Fleischgerichten geschätzt. Zimt passt gut zu Hackfleischrezepten, Geflügelfüllungen, zu Wild und Lamm.

Freitag, 16. Dezember 2011

Viele Hausapotheken enthalten nur Arzneimittelmüll













Kunterbuntes Tabletten-Allerlei: Statt wichtiger Utensilien für den Notfall enthalten viele Hausapotheken nur Arzneimittelmüll. obx-medizindirekt gibt Tipps, wie man seine Hausapotheke optimal bestücken sollte. Foto: obx-medizindirekt


Regensburg (obx-medizindirekt - medizin-welt) – Bei „Erster Hilfe“ ist eine gut geführte Hausapotheke unverzichtbar. Ihr Sinn und Nutzen liegt auf der Hand, schließlich ereignen sich mehr Unfälle im Haushalt, im Garten, auf Treppen, Leitern, Gerüsten und Geländern als im Straßenverkehr. 100 Millionen Mal pro Jahr, so die Schätzungen, verletzen sich Bundesbürger im Haushalt. Ohne Pflaster, Desinfektionsmittel und Mullbinden wäre die „Erste Hilfe“ ein Problem.

Viele Hausapotheken gleichen aber oft eher einer Sondermülldeponie für Alt-Arzneien als einer Erste-Hilfe-Station. Da finden sich angebrochene Packungen von Mitteln gegen Bluthochdruck oder Gicht, noch halb volle Tuben von Rheumasalben und nicht aufgebrauchte Antibiotika oder Pilzmittel. Ein solches Durcheinander kann auch ganz schön gefährlich sein: Viele Mittel werden zu lange gelagert, das Haltbarkeitsdatum ist abgelaufen. Wurden bei Erkrankung eines Familienmitglieds etwa ganz bestimmte Arzneien verordnet, dürfen diese nicht einfach von jemandem anderen genommen werden. Nebenwirkungen sind da nicht auszuschließen.

Was die Hausapotheke sein sollte: Ein „Rettungsanker“ für die „Erste Hilfe“ bei kleineren Verletzungen oder bei körperlichen Missbefindlichkeiten und Unwohlsein. Die Hausapotheke sollte neben den unten zusammengestellten Bestandteilen auch alle wichtigen Adressen und Telefonnummern enthalten (Ärzte, Notdienste, Vergiftungszentrale, Notruf), die im Ernstfall lebensrettend sein können. Und schließlich: Platzieren Sie die Hausapotheke an einem trockenen und kühlen Ort, z.B. im Schlafzimmer. Wenn Kinder im Haus sind, sollten Sie den Erste-Hilfe-Schrank abschließen, damit Kinder nicht Medikamente mit Smarties verwechseln und sich in Gefahr bringen.

Lassen Sie sich bei der Auswahl von Verbandsstoffen, Krankenpflegeartikeln oder Arzneimitteln von Ihrer Apotheke um die Ecke oder von Ihrer Versandapotheke beraten. Auch Preis- und Qualitätsvergleiche lohnen sich. Bei der Versandapotheke erhalten Sie viele der Hilfsmittel und Arzneien besonders günstig.

Was sollte die Hausapotheke enthalten?

1. Verbandmittel: 100 g Verbandwatte, 250 g Verbandzellstoff, 1 m Verbandmull, zickzack-lagig, jeweils 3 Mullbinden á 6, 8 und 10 cm Breite, jeweils 1 elastische Binde à 6 und 8 cm Breite, Verbandpäckchen in unterschiedlicher Größe, 2 Brandbinden, Wundschnellverbände (Pflaster mit Mullauflage) 4, 6 oder 8 cm breit, 1 m lang (unter Umständen elastisch), 1 Päckchen geschnittenes, wasserfestes Pflaster, 3 m Heftpflaster 1,25 oder 2,5 cm breit (unter Umständen wasserfest), 2 Dreiecktücher und evtl. 1 Armtragetuch, 4 Verbandklammern, 10 Sicherheitsnadeln

2. Krankenpflegemittel: 1 Fieberthermometer (möglichst digital oder quecksilberfrei) in fester Hülle, 1 Gummiwärmflasche, 1 Eisbeutel, einige Fingerlinge aus Leder, Einmalhandschuhe, 1 Augenklappe, einige hölzerne Mundspatel, Wattestäbchen, 1 gerade Verbandsschere, 1 Hautschere, 1 Splitterpinzette (spitz zulaufend), 1 Verbandspinzette (flach zulaufend), evtl. ein Gummiunterlegetuch

3. Arzneimittel: Schmerzmittel mit dem Inhaltsstoff Acetylsalicylsäure (ASS) oder Paracetamol, unter Umständen als Brausetabletten, auch zur Behandlung bei banalen grippalen Infekten. Wenn Kinder zum Haushalt gehören: Fieberzäpfchen und Einreibungen (Inhalationen) mit ätherischen Ölen, aber ohne Kampfer und Menthol. Essigsaure Tonerde – flüssig oder als Gel – für Umschläge oder zum Einreiben bei Schwellungen, hier hilft auch Arnika-Tinktur oder -salbe, Kampferspiritus zum Einreiben bei geschlossenen „blauen Flecken“ oder bei Gliederschmerzen, Gel zum Auftragen auf Wunden oder Verbrennungen (nach dem Reinigen unter fließendem kalten Wasser), Ichthyolhaltige Salben („Zugsalbe“) bei Furunkeln bzw. eitrigen großen Pickeln, evtl. ein Gurgelmittel gegen Kratzen im Hals oder Schluckbeschwerden, Wund-Desinfektionsmittel

4. Wenn noch Platz ist: Verschiedene Tees in gut schließbaren Behältnissen (zum Beispiel Blechdosen) wie Kamillentee, Pfefferminztee, Salbeitee und Magen- sowie Hustentee.

Mittwoch, 30. November 2011

Was kann man gegen Schwindel tun?



















Schwindel ist nach Kopfschmerzen das zweithäufigste Gesundheitsproblem in den Hausarzt-Praxen. Er entsteht immer dann, wenn das Orientierungssystem des Körpers gestört ist. Foto: obx-medizindirekt


Schwindel ist nach Kopfschmerzen das zweithäufigste Gesundheitsproblem in den Hausarzt-Praxen. Was sind die Ursachen und was kann man dagegen tun?


Regensburg (obx-medizindirekt - medizin-welt) – Sind es Herzrhythmusstörungen oder die Medikamente? Ist das Gleichgewichtsorgan gestört oder schwankt der Blutdruck? Leiden Sie an Depressionen oder Diabetes? Die Auslöser für Schwindelanfälle sind äußerst vielfältig. Und auch die Art der auftretenden Schwindelprobleme variiert. Bei dem einen Patienten scheint sich die Welt im Kreis zu drehen, ein anderer hat das Gefühl, der Boden schwanke unter seinen Füßen, bei anderen wieder tritt das Gefühl zu sinken oder zu schweben auf und schließlich gibt es noch das Gefühl des Taumelns. Bei so vielen möglichen Ursachen ist der Arzt auf die genaue Mitarbeit der Patienten angewiesen, um den Grund der Krankheit zu ermitteln – und damit auch die richtige Behandlungsmöglichkeit zu finden.

Vielfache Ursache: Verschobene Wahrnehmung

Schwindel entsteht immer dann, wenn das Orientierungssystem des Körpers gestört ist. An diesem System sind die Augen, der Gleichgewichtssinn und die so genannte Tiefenwahrnehmung beteiligt. Das Sehen und die Verarbeitung optischer Reize sind dabei ein wichtiger Faktor. Wenn man von einem hohen Turm in die Tiefe blickt, finden die Augen keinen Fixpunkt, an dem sie sich orientieren können. Auf diese Weise kann Höhenschwindel auftreten.

Der Gleichgewichtssinn wird im Wesentlichen durch ein bogenförmiges Gebilde im Ohr bestimmt: dem so genannten Vestibularapparat. Er enthält eine Flüssigkeit und Sinneszellen, die Veränderungen der Lage von Kopf und Körper erfassen und diese Signale an das Gehirn weiterleiten. Die Tiefenwahrnehmung als dritter Faktor erfasst durch Rezeptoren im Inneren des Körpers, ähnlich wie beim Tastsinn, Informationen über die Muskelanspannungen oder die Gelenkstellungen. Dies hilft dem Gehirn,
festzustellen, in welcher Lage sich bestimmte Körperteile befinden – ob wir zum Beispiel sitzen oder Schlittschuh laufen.

Eine Ursache: Widersprüchliche Sinneswahrnehmen

Werden von den einzelnen Bestandteilen des Orientierungssystems widersprüchliche Informationen übermittelt, kann Schwindel auftreten. Beispielsweise in einem Fahrstuhl, wenn die Augen zwar keine Ortsveränderung feststellen, die Tiefenwahrnehmung des Körpers jedoch eine Druckveränderung und damit Bewegung signalisiert. Schwindel kann häufig von einer Störung der Reizaufnahme im Gleichgewichtsorgan ausgehen - oder aber von fehlerhafter Übermittlung der Signale im Gehirn.

Sehstörungen können an Schwindel beteiligt sein, aber auch psychische Ursachen, die zu Veränderungen bei den Gehirnbotenstoffen führen. Durch Depression, Angststörung oder Phobien ausgelöste Schwindelerkrankungen sind nach Auffassung der Stuttgarter Psychotherapeutin Dr. Annegret Eckhardt-Henn in 30 bis 50 Prozent aller Fälle anzunehmen. Dann können auch körperliche Erkrankungen wie Durchblutungsstörungen, Unterzuckerung bei Diabetes oder Herz-Kreislauferkrankungen Auslöser sein. Und nicht zuletzt können Medikamente, wie sie etwa gegen Übelkeit, Bluthochdruck, Muskelverkrampfungen oder Depressionen verabreicht werden, die Ursachen von Schwindel sein.

Tests helfen bei der Ursachen-Forschung

Eine besondere Form der Schwindelerkrankung ist der Drehschwindel, der bei der Menière-Krankheit auftritt. Diese wird durch vermehrte Bildung von Flüssigkeit im Innenohr ausgelöst. Durch den erhöhten Druck können Schwindel, Übelkeit, Verlust des Gehörs und Tinnitus auftreten. Schon die genaue Schilderung der Empfindung des Schwindels und seiner Begleiterscheinungen durch den Patienten kann dem Arzt wichtige Hinweise auf die mögliche Ursache geben. Wenn beispielsweise Schwarzwerden vor den Augen oder „Sternchensehen“ auftritt, liegt der Verdacht auf eine Herz-Kreislauf-Erkrankung nahe. Der Arzt wird immer auch nach vorliegenden Krankheiten forschen und eine gründliche körperliche Untersuchung vornehmen. Dazu gehören Geh- und Stehtests mit offenen und geschlossenen Augen. Auch das Gehör wird untersucht. Oft müssen Hals-Nasen-Ohren- und Nervenspezialisten mit zugezogen werden.

Die Behandlung richtet sich stets nach der Ursache. Bei bestimmten Schwindelerkrankungen kann ein Schwindeltraining gemacht werden. Ungefähr 90 Prozent der Betroffenen können damit während weniger Wochen frei von Beschwerden werden. Bei den psychisch bedingten Schwindelkrankheiten werden Medikamente wie Antidepressiva oder Arzneimittel, die den Gehirnstoffwechsel regulieren, eingesetzt. In schwersten Fällen können Operationen erforderlich werden.

Training gegen Schwindel

Die Ärzte der Neurologischen Klinik der Universität Magdeburg empfehlen als Hausmittel zwei Übungen gegen Schwindelbeschwerden, die durch Störungen des Gleichgewichtssinnes bedingt sind. Dieses bewährte Gleichgewichtstraining könne die Beschwerden verringern oder sogar ganz verschwinden lassen.

- Drehstuhltraining
Setzen Sie sich auf einen Bürostuhl und fixieren Sie mit den Augen einen bestimmten Punkt, der nicht weiter als 50 Zentimeter entfernt sein sollte – zum Beispiel eine Tasse. Nun behalten Sie die Tasse im Auge und drehen sich langsam um 90 Grad nach rechts, danach nach links. Die Übung regt das Gleichgewichtssystem an.

- Tennisballtraining
Befestigen Sie an einer Schnur einen Tennisball in Augenhöhe. Ihre Augen sind 30 bis 50 Zentimeter vom Ball entfernt. Bringen Sie den Ball von rechts nach links zum Pendeln. Verfolgen Sie mit den Augen zehn Schwingungen des Tennisballs, ohne dabei Ihren Kopf zu bewegen. Danach wird die Übung wiederholt. Diesmal folgen Sie mit dem Kopf und den Augen den Bewegungen des Balls. Diese Übung trainiert die vom Gleichgewichtssinn abhängige Fähigkeit, Blickzielen zu folgen.