Sonntag, 18. Oktober 2009

Taschenbuch "Superfrauen 6 - Medizin"



Die Namen von Elsa Brändström, des „Engels der Gefangenen“, der berühmten englischen Krankenpflegerin Florence Nightingale und von Mildred Scheel, der Gründerin der „Deutschen Krebshilfe“, hat fast jeder schon mal gehört. Aber wer kennt auch Aletta Jacobs, Elizabeth Blackwell, Dorothea Erxleben, Marie-Louise Bourgeois, Justine Siegemundin und Margarete Steinbach? Das Taschenbuch „Superfrauen 6 – Medizin“ des Wiesbadener Wissenschaftsautors Ernst Probst will diesem Manko abhelfen: Es stellt 27 berühmte Hebammen, Krankenpflegerinnen, Ärztinnen und Stifterinnen aus der ganzen Welt in Wort und Bild vor. In den Biographien geht es nicht nur um das Werk der erwähnten Frauen, sondern auch um ihr Privatleben mit all seinen Höhen und Tiefen. Die Lebensläufe der ersten Hebammen und Ärztinnen zeigen, wie schwer es diesen Frauen in einer von Männern dominierten Welt gemacht wurde, ihre beruflichen Ziele zu verwirklichen. Lange Zeit konnten sie nur unter größten Schwierigkeiten Medizin studieren und später praktizieren. Gottlob sind diese Zeiten vorbei!

Dienstag, 10. Februar 2009

Mit Ausdauer kommt man weiter















Sie hat ja gesagt. Foto: Gehirn&Geist

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Begabung, das familiäre Umfeld – oder einfach nur Glück? Was manche Menschen erfolgreicher macht als andere, erforschen Psychologen. Eine ihrer wichtigsten Erkenntnisse: Mit Intelligenz kommt man weit, mit Ausdauer weiter!

Aus: Gehirn&Geist, März 2009

Die geistige Begabung eines Menschen spielt für seinen Erfolg im Leben zwar eine wichtige, aber nicht die entscheidende Rolle. Wie das Magazin "Gehirn&Geist" (Ausgabe 3/2009) berichtet, trägt laut Forschern eine von Selbstvertrauen und Ausdauer geprägte Grundhaltung stärker zum Erreichen persönlicher Ziele bei.

Angela L. Duckworth von der University of Pennsylvania in Philadelphia (USA) führte hierzu 2007 mehrere Studien durch. Sie untersuchte Studierende einer Eliteuniversität, Kadetten einer Militärakademie sowie Kinder, die am Finale eines renommierten Buchstabierwettbewerbs teilnahmen. Das Durchhaltevermögen der Probanden erfasste die Forscherin mit Hilfe eines Fragebogens. Darin sollten die Teilnehmer angeben, wie sehr sie sich etwa "von Rückschlägen entmutigen lassen" oder "zu Ende bringen, was sie angefangen haben".

Siehe da: Personen mit viel Biss blieben nicht nur eher bei der Sache, sondern waren auch insgesamt erfolgreicher. Unter den Kadetten standen sie die harte Ausbildung eher durch, Studierende mit entsprechender Einstellung erzielten bessere Noten, und besonders hartnäckige Kids kamen beim Buchstabierwettbewerb weiter.

Auch war das Durchhaltevermögen kaum an die geistigen Fähigkeiten geknüpft: Ausdauernde Personen waren im Durchschnitt nicht intelligenter als andere. "Richtig ist die Fähigkeit, sich von Misserfolgen nicht abschrecken zu lassen, sondern sie als Herausforderung zu betrachten", sagt der Sozialpsychologe Professor Dieter Frey von der Ludwig-Maximillians-Universität München. Dies lasse sich zu einem gewissen Grad sogar lernen. Martin Seligman, wie Duckworth an der University of Pennsylvania tätig und einer der prominentesten Vertreter der "Positiven Psychologie", konzipierte hierzu eine Art Erfolgstraining. Er schulte Versicherungsvertreter darin, sich weniger auf die eigenen (echten oder vermeintlichen) Fehler zu konzentrieren, sondern stets das Positive in den Blick zu nehmen: "Ich habe getan, was ich konnte. Bei nächsten Mal klappt es bestimmt." So etwa könnte man diese heiter-gelassene Haltung umschreiben. Die "Impfung" zeigte Wirkung: Wer gelernt hatte, sich von Problemen nicht herunterziehen zu lassen, war danach beruflich erfolgreicher.

Wie sehr eine negative Sicht auf die eigene Person die Leistung hemmen kann, zeigte 2007 die Psychologin Sian Beilock von der University of Illinois in Chicago. Sie stellten weiblichen Versuchspersonen verschiedene Matheaufgaben. Ein Teil der Probandinnen las zuvor einen Text, in dem beschrieben wurde, dass Männer über bessere mathematische Fähigkeiten verfügten als Frauen. Die andere Hälfte erhielt einen Aufsatz, der nichts mit dem Thema zu tun hatte. Jene Probandinnen, denen die angebliche Rechenschwäche von Frauen erläutert worden war, schnitten daraufhin schlechter ab.

Über Gehirn&Geist:
Gehirn&Geist ist das Magazin für Psychologie und Hirnforschung aus dem Verlag Spektrum der Wissenschaft. Es erscheint seit 2002, mittlerweile in 10 Ausgaben pro Jahr. Fundiert und allgemein verständlich berichten Wissenschaftler und Fachjournalisten in Gehirn&Geist über die Welt im Kopf. Schwerpunkte liegen dabei auf Psyche und Verhalten, Wahrnehmung und Bewusstsein, Intelligenz und Kreativität, Gefühle und Gedächtnis. Neue Erkenntnisse und Trends in der Psychotherapie und Medizin gehören ebenso dazu wie gehirngerechtes Lernen, Kindererziehung, Coaching und gesellschaftliche Debatten. Daneben informieren spezielle Sonderhefte ausführlich über Einzelthemen.

Die Homepage http://www.gehirn-und-geist.de mit aktuellen Nachrichten, Newsletter und dem kompletten Heftarchiv runden das redaktionelle Angebot ab. Außerdem bieten wir mit http://www.brainlogs.de das größte deutsche Blogportal für Psychologie und Neurowissenschaften, in dem Experten und Laien diskutieren.

Zu unseren rund 100 000 Lesern gehören Mediziner, Therapeuten, Manager, Lehrer, Eltern, Studenten und Interessierte, die sich umfassend, kompetent und aus erster Hand informieren wollen. Das erfolgreiche Konzept von Gehirn&Geist stand Pate für zahlreiche ausländische Schwestermagazine unter anderem in Italien, Spanien, Frankreich, Brasilien, Belgien und den Niederlanden. Mit "MIND" eroberte ein weiterer Ableger von Gehirn&Geist sogar den hart umkämpften Zeitschriftenmarkt in den USA.

Aus: Gehirn&Geist, März 2009

Mittwoch, 19. November 2008

Hauptsache Daddeln















Hauptsache Daddeln. Süchtige Onlinespieler ordnen ihr übriges Leben komplett dem Geschehen auf dem Bildschirm unter. Foto: Gehirn&Geist/Yannik Wegner

Erste deutsche Ambulanz für Computerspielsüchtige startet mit guter Erfolgsquote

Aus: Gehirn&Geist, Dezember 2008

Im März 2008 eröffnete die Mainzer Uniklinik die erste deutsche Ambulanz für Computerspielsüchtige. Die ersten Behandlungsergebnisse wurden jetzt im Psychologiemagazin Gehirn&Geist (Heft 12/2008) veröffentlicht. Wie der Ambulanzleiter Klaus Wölfling berichtet, haben 24 Patienten ihre Therapie abgeschlossen: »14 waren zum Ende abstinent, weitere fünf haben zumindest ihre Spieldauer eingeschränkt und führen wieder ein Leben außerhalb der virtuellen Welt.« Allein das tägliche Daddeln selbst gelte noch nicht als Sucht, sagt Wölfling. Entscheidend sei vielmehr, dass die Betroffenen nicht mehr spielen, weil es ihnen Spaß macht, sondern weil sie nicht mehr anders können. Infolgedessen bekommen sie Probleme in Schule oder Beruf, verlieren alle anderen Interessen und ziehen sich von Freunden und Familie zurück.

Der Psychologe fordert, auf der Verpackung von bestimmten Onlinespielen Warnhinweise anzubringen, die Neueinsteiger über das Suchtpotenzial aufklären. Besonders hoch liege das Risiko bei den »Massively Multiplayer Online Role-playing Games« – Onlinerollenspiele wie zum Beispiel »World of Warcraft«, in deren virtuellen Welten die Spieler mit fiktiven Figuren (Avataren) interagieren. Weil sich die virtuellen Aufgaben der Spielfiguren nicht allein bewältigen lassen, schließen sich die Spieler meist in Gruppen zusammen. So entsteht ein sozialer Druck, zu bestimmten Zeiten am Rechner zu sitzen. Die Investition wird belohnt mit Erfolgserlebnissen, Anerkennung und Zugehörigkeitsgefühlen – was einigen Spielern in der realen Welt fehlt.

Wenn das Abtauchen in die Parallelwelt die einzig verfügbare Strategie darstellt, mit der sich Stress und Ärger im Alltag bewältigen lassen, ist professionelle Hilfe nötig. Wölfling empfiehlt den Eltern betroffener Kinder und Jugendlicher, von einem abrupten Spielverbot abzusehen. Stattdessen sollten sie in Gesprächen auf Augenhöhe herausfinden, welche Bedürfnisse der Nachwuchs im Spiel befriedigt, um zu alternativen Aktivitäten zu ermutigen, die dieselbe Funktion erfüllen. Nach demselben Prinzip lernen auch die Patienten in der Mainzer Ambulanz, ihrem Verlangen zu widerstehen. Zuvor analysieren sie ihr Suchtverhalten: Welche Gedanken und Gefühle treten vor und nach dem Spielen auf und wie wirkt es sich kurz- und langfristig aus? Ziel der Therapie ist nicht die Abstinenz von Internet oder PC, sondern allein vom betreffenden Spiel, erklärt der Ambulanzleiter.

Wölfling und seine Kollegen wiesen 2007 nach, dass der Anblick von Spielszenen bei den Computerspielsüchtigen ähnliche Reaktionen im Gehirn hervorruft wie der von einem Glas Bier bei Alkoholikern. Trotzdem ist die Computerspielsucht als eigenständiges Störungsbild noch nicht anerkannt und ihre Verbreitung wenig erforscht. Wölfling schätzt den Anteil der Abhängigen unter den regelmäßigen Spielern zwischen 16 und 30 Jahren auf zwei bis drei Prozent, davon 85 bis 90 Prozent Männer. Die Krankenversicherung übernimmt im Regelfall nur dann die Kosten einer Psychotherapie, wenn der Betroffene zusätzlich an einer anderen, diagnostizierbaren Störung leidet.

Gehirn&Geist ist das Magazin für Psychologie und Hirnforschung aus dem Verlag Spektrum der Wissenschaft.

Donnerstag, 23. Oktober 2008

Humor stärkt seelische Abwehrkräfte

Aus: Gehirn&Geist, November 2008

»Lachen ist gesund«, weiß der Volksmund. Mediziner taten sich jedoch lange schwer, diese heilsame Wirkung wissenschaftlich nachweisen. Zwar ähneln die körperlichen Effekte der Erheiterung denen sportlicher Aktivität: die Muskeln kontrahieren, das Herz schlägt schneller, der Sauerstoffumsatz steigt. Doch hält dies meist zu kurz an, um nachhaltig zu wirken. Wie Forscher vermuten, stärkt Humor weniger den Körper als die seelischen Abwehrkräfte. Das berichtet die neue Ausgabe des Magazins Gehirn&Geist (11/2008).

Der Psychologe Willibald Ruch von der Universität Zürich entwickelte einen Persönlichkeitsfragenbogen, mit dessen Hilfe sich die individuelle Humorneigung von Menschen bestimmen lässt. Wie ein Online-Test mit mehr als 2500 Teilnehmern ergab, steigt mit dem Heiterkeitsindex statistisch gesehen auch die Lebenszufriedenheit: Wer viel Sinn für Humor hat, ist im Schnitt glücklicher. In weiteren Experimenten konnte der Forscher zudem zeigen, dass Humor die Schmerztoleranz fördert und Probanden eine triste Umgebung als weniger bedrückend erleben lässt.

Wie kommt es zu diesen Effekten – und kann man sie auch therapeutisch nutzen? Laut Michael Titze, Gründer von HumorCare e.V., helfen Pointen und Witze, Distanz aufzubauen: der gedankliche Dreh, auf dem Komik zumeist beruht, erleichtere die Neubewertung kritischer Situationen – sei es der Druck vom Chef, Versagensängste oder eingeschliffene Beziehungsmuster.

Therapeuten wie Irina Falkenberg von der Uniklinik in Aachen sehen im Humor eine hilfreiche Bewältigungsstrategie für den Umgang mit Angst und Stress im Alltag. »Humor ist eine seelische Ressource, ähnlich wie die Fähigkeiten, Genuss zu empfinden oder entspannen zu können«, sagt die Psychiaterin, die depressiven Patienten in speziellen Sitzungen dabei hilft, ihren eigenen Witz wiederzuentdecken. Zwar heile Lachen allein keine handfeste psychische Störung wie etwa eine Depression. Die Welt von ihrer komischen Seite zu sehen, nehme vielen Situationen aber das Bedrohliche.

In einer Pilotstudie von 2008 stellte des Basler Mediziner Marc Walter ebenfalls einen lindernden Effekt von Humortherapie bei (leicht bis mittel) depressiven Menschen fest: Nach einer mehrwöchigen Humortherapie waren die befragten Patienten insgesamt zufriedener als solche, die nur eine Standardtherapie absolviert hatten. Zudem half ihnen die gemeinsame Spaßsitzungen, sich in der Therapie zu öffnen. So beweisen Witz und Humor ihre Qualitäten als »soziales Schmiermittel«: Lachen ist, wie schon Charlie Chaplin sagte, eben der kürzeste Weg zwischen den Menschen.

Gehirn&Geist ist das Magazin für Psychologie und Hirnforschung aus dem Verlag Spektrum der Wissenschaft. Heft 11/2008 erscheint am 21. Oktober.

Samstag, 18. Oktober 2008

Wie ein Mädchen seine Depressionen überwindet

Linz (medizin-welt) - In dem kürzlich erschienenen Buch „Die Geschichte eines Mädchens – Wie eine Jugendliche ihre Depressionen überwindet“ von Silvia Kirschner wird mittels Erzählungen und emotionalen Tagebuchausschnitten über tiefgründige Details der leider immer häufiger auftretenden Bevölkerungskrankheit, der Depression, berichtet. Die 27-jährige Autorin aus Oberösterreich erläutert neben Reaktionen des nahen Umfelds besonders eindrucksvoll, wie sich die Hauptperson - das von Depressionen heimgesuchte Mädchen Maria - verhält, welche Gedanken und Gefühle sie quälen und wie sich dies dann auch in körperlichen Selbstverletzungen auswirkt. Eine spannende und mitfühlende Schilderung einer Lebenserfahrung, die auf wahren Begebenheiten basiert und den persönlichen Mitgefühls- und Erfahrungshorizont erweitert!
ISBN: 3837063488, EAN: 9783837063486m Preis: 9,95 Euro
Bestellungen bei
http://www.libri.de/shop/action/productDetails/7651141/silvia_kirschner_die_geschichte_eines_maedchens_3837063488.html sowie bei
www.amazon.de, www.buecher.de, www.thalia.de und www.thalia.at

Donnerstag, 21. August 2008

Video: "Yoga-Stunde Relax - 10 Minuten entspannendes Yoga"



Video: "Yoga-Stunde Relax - 10 Minuten entspannendes Yoga" von "Sukadev108" bei Youtube
http://de.youtube.com/watch?v=CnqCpI_UP8g

Beschreibung des Videoclips:

10 Minuten Yoga - ganz entspannend, ohne Anstrengung. Aus der Ruhe kommt die Kraft. Wenn du einen anstrengenden Tag hast, und ganz sanft wieder aufladen willst, mache einfach diese Übungen. Du wirst dich sofort regeneriert fühlen. 10 Minuten - so viel Zeit hast du für dich (?!). Geeignet für Anfänger und Fortgeschrittene, sogar für Faule, solche die es gerne sein würden oder auch nicht mehr. Viel Freude bei der Übung. Aufnahme mit Sukadev und Lisa aus dem Haus Yoga Vidya Bad Meinberg, http://www.yoga-vidya.de

Mittwoch, 30. Juli 2008

Krebstherapie: Das Chaos im Tumor zähmen

Scheinbar paradoxe Effekte einer neuen Wirkstoffklasse öffnen der Krebsbekämpfung neue Perspektiven

Aus: Spektrum der Wissenschaft, 8/2008 August 2008

Zu den jüngsten Waffen gegen Krebs gehören so genannte Angiogenese-Hemmer. Sie sollen das Wachstum von Blutgefäßen – die Angiogenese – unterbinden und den Tumor so aushungern. Paradoxerweise können sie eine Chemotherapie verbessern, obwohl die angestrebte schlechtere Blutversorgung auch den Einsatz herkömmlicher Medikamenten erschweren sollte.

Wie dieser widersinnig anmutende Effekt sich erklären und für neue Konzepte der Tumortherapie ausnutzen lässt, beschreibt der US-Forscher Rakesh K. Jain in der Augustausgabe von Spektrum der Wissenschaft.

Jain erforscht seit Jahren die Verhältnisse in Krebsgeweben. Dort bilden die Adern kein geordnetes Netzwerk, sondern ein Chaos aus beliebig verknüpften Gefäßen, mal eng, mal weit, teils unreif und in Sackgassen endend. Diese gestörte Gefäßarchitektur verhindert, wie er feststellte, dass Medikamente in ausreichender Menge in den Krebsherd gelangen. Sie führt überdies zu Sauerstoffmangel und saurem Milieu, das die Tumorzellen aggressiver und weniger angreifbarer macht, während es die Schlagkraft körpereigener Abwehrzellen reduziert.

Außerdem sind die Blutgefäße in den Tumoren quasi undicht, haben viel zu große Wandporen. Die austretende Flüssigkeit lässt das Tumorgewebe anschwellen. Bei Tumoren im Inneren des Schädels ist schon dieser Druckanstieg allein lebensbedrohlich.

Wie Jain und seine Kollegen mutmaßten und dann zunächst an Mäusen belegten, »normalisierten« Angiogenese-Hemmer anfänglich zu einem gewissen Grade das Adernetz innerhalb eines Tumors. Dadurch änderten sich die Bedingungen im Inneren des Krebsherds dramatisch. Nicht nur die Zugänglichkeit für Chemotherapeutika stieg an, die Sauerstoffversorgung verbesserte sich ebenfalls, wichtige Voraussetzung für die Wirksamkeit etlicher Krebsmedikamente und auch einer Strahlentherapie.

In einer ersten kleinen Studie an Patienten mit Glioblastom im Endstadium, einem sehr aggressiven Hirntumor, untersuchten Jain und seine Kollegen schließlich, wie es sich mit dem »Normalisierungsfenster« bei Menschen verhält. Eingesetzt wurde ein erst experimenteller Wirkstoff. Mit raffinierten bildgebenden Verfahren beobachteten die Forscher, dass die Anzeichen einer Gefäßnormalisierung in den ersten vier Wochen der Therapie besonders ausgeprägt waren. Vor allem ging die gefährliche Schwellung des Tumorgewebes rasch stark zurück.

Derzeit laufen Studien mit Patienten, die an verschiedenen Formen von Krebs in jeweils unterschiedlichen Stadien leiden. Jain und seine Kollegen testen dabei eine Reihe solcher Wirkstoffe kombiniert mit herkömmlichen Behandlungsmethoden, um die bestmögliche Strategie zu finden.

Was aber tun, damit sich das von einem Angiogenese-Hemmer geöffnete »Normalisierungsfenster« nicht so rasch wieder schließt? Das für die Zukunft propagierte Konzept von Jain lautet: viele verschiedene Wirkstoffe dieser Art entwickeln, um mit einem maßgeschneiderten Cocktail die außer Kontrolle geratenen Blutgefäße im individuellen Tumor möglichst lange zu zähmen – und so Immunzellen und Medikamenten den Zugang zu erleichtern.

Aus: Spektrum der Wissenschaft, 8/2008 August 2008

Freitag, 18. Juli 2008

Video: "Kriegstraumen. Psychische Folgen von Kampfeinsätzen"



Video: "Kriegstraumen. Psychische Folgen von Kampfeinsätzen" von "Genderforschung" bei Youtube
http://de.youtube.com/watch?v=uUNVSaz7_Mo

Beschreibung des Videoclips:

Als eine der wenigen Dokumentationen schildert "The War" auch die psychischen Traumen die Soldaten während eines Krieges erleiden.

Montag, 23. Juni 2008

Video: "Wie Träume uns die Welt erklären"



Video: "Wie Träume uns die Welt erklären" von "pmmagazin" bei Youtube
http://de.youtube.com/watch?v=6N5aAcWFEEc

Beschreibung des Videoclips:

http://www.pm-magazin.de Wir denken im Schlaf nicht weniger als im Wachzustand. Aber ganz anders. Wer sich im Träumen übt, hat mehr von seinem Gehirn.

Donnerstag, 12. Juni 2008

Video: "Buchvorstellung Arthrose und künstliche Hüft- und Kniegelenk"



Video: "Buchvorstellung Arthrose und künstliche Hüft- und Kniegelenk" von "EndocenterDE" bei Youtube
http://www.youtube.com/watch?v=PI8VNbkEqoM

Beschreibung des Videoclips:

Buchvorstellung Dr. Rümelin über Gelenkerkrankungen und Behandlungsmethoden.

Weblink:
http://www.endocenter.de